Landesbehörde für Straßenbau informiert

Brunotte und Langrehr besuchten Autobahnmeisterei

Kaltenweide. Der sperrige Begriff „Bundesverkehrswegeplan 2030“ klingt abstrakt. Doch was heißt das konkret für Langenhagen? Dieser Frage gingen Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter, und der Kaltenweider Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr bei einem Besuch der Autobahnmeisterei nach. Dabei informierten sie sich auch über den Aufgabenbereich der Meisterei.
An der Weiherfeldallee wurden die Politiker der SPD von Steffen Sadowski, Leiter der Autobahnmeisterei Hannover, und Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, empfangen. Die Meisterei wurde beim Bau der Verbindungsautobahn 352 eingerichtet. Seit den Siebzigerjahren werden von hier aus Dienstleistungen für die Autobahnen erbracht.
Im Knotenpunkt von A2 und A7 sind die derzeit 43 Mitarbeiter für einen der am meisten befahrenen Autobahnabschnitte in Niedersachsen verantwortlich. Hierzu zählen die A2 von Lehrte-Ost bis Hannover-Herrenhausen, die A7 von Mellendorf bis Anderten und die gesamte A352. Zusätzlich ist die Autobahnmeisterei für die A37 von Misburg bis Beinhorn zuständig. „Unser Aufgabenbereich reicht von der Absicherung bei Unfällen, dem Grünschnitt, der Instandhaltung der Autobahnen und der Überwachung der Brücken“, berichtet Steffen Sadowski, „und natürlich gehört auch der Winterdienst dazu.“
Mit einem umfangreichen Fuhrpark sind die Mitarbeiter täglich unterwegs. Vom Rasenmäher, Hubsteiger, diversen Lastkraftwagen und speziellen Anhängern zur Absicherung bei Unfällen und Baustellen reicht die spezialisierte Ausrüstung. Besonders für den Winterdienst hat man in letzten Jahren umgestellt und kann nun mit mehreren Fahrzeugen bei Eis und Glätte auch Sole auf die Fahrbahn aufbringen. Diese hat einen besseren Wirkungsgrad als ein Salz-Sand-Gemisch und haftet besser auf der Straße. Eins macht dem Leiter der Autobahnmeisterei Sorgen. „Die Aggressivität auf den Straßen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und gefährdet unsere Mitarbeiter, wenn sie bei Instandhaltungen oder im Winterdienst draußen sind,“ sagt Steffen Sadowski.
Von besonderem Interesse waren für Marco Brunotte und Wolfgang Langrehr die Maßnahmen aus dem „Bundesverkehrswegeplan 2030“, der vom Bundesverkehrsminister im März 2016 vorgestellt wurde. 260 Milliarden Euro will der Bund in den kommenden Jahren in Straßen, Schienen und Wasserwege investieren. Einige Milliarden fließen davon auch nach Niedersachsen. „Zu den Plänen zählen der achtspurige Ausbau der A2 im Bereich Langenhagen,“ sagte Friedhelm Fischer. Zwischen Hannover-Ost und Wunstorf müsse die Autobahn grunderneuert werden, da über die Jahrzehnte immer wieder neue Schichten auf die Fahrbahn aufgebracht wurden und die Strecke sehr unter dem zunehmenden Verkehr leide. Nun müsse die Fahrbahn von Grund auf neu gebaut werden und soll dann auch insgesamt acht Spuren verbreitet werden. Hinzu käme eine notwendige Sanierung der Kreuze A7/A352 und A2/A352, um diese zukünftig in alle Richtungen befahren zu können. Allein der Umbau pro Kreuz würde ungefähr 15 Millionen Euro kosten. „Wir brauchen bis zum Planfeststellungsbeschluss bis zu fünf Jahre und dann noch mal zwei Jahre Bauzeit,“ machte Fischer die Dauer der Maßnahmen deutlich und weist vorsorglich schon mal auf die entstehenden Verkehrsbelastungen während der Bauzeit hin.
Auch in eigener Angelegenheit steht eine Baumaßnahme an. Auf dem Gelände der Autobahnmeisterei in Kaltenweide soll die Verkehrsmanagementzentrale der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entstehen. „Auf dem Grundstück ist ausreichend Platz für einen Neubau, für den wir aber noch die Zustimmung des Bundesverkehrsministerium brauchen,“ berichtet Friedhelm Fischer, „geplant ist eine Investition von mehr als zwölf Millionen Euro.“ Zu den Aufgaben der Verkehrsmanagementzentrale gehören unter anderem der Verkehrswarndienst, die Streckenbeeinflussungsanlagen und das Verkehrsmanagement bei Großveranstaltungen.
Nach dem Besuch der Autobahnmeisterei zeigten sich Marco Brunotte und Wolfgang Langrehr sehr beeindruckt: „Hier werden vielfältige Dienstleistungen für die Verkehrsteilnehmer auf einem hohen Niveau erbracht. Verkehrssichere Straßen, schneefreie Autobahnen und saubere Rasthöfe sind wichtige Aufgaben.“