Landschaftsschutz vom Tisch gewischt

CDU bei Weiherfeld-Ost-Erweiterung gespalten

Langenhagen (gg). Beton statt Landschaft: Das Weiherfeld bekommt eine nord-östliche Erweiterung entlang der Altenhorster Straße, so das Votum in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses, obwohl es zuvor im Ortsrat Kaltenweide einen gegenteiligen Beschluss gab. CDU, BBL und Grüne in der Ortschaft wollen nicht, dass die Stadt Langenhagen die entsprechenden Flächen von Privateigentümern kauft. Dem Argument der Stadtverwaltung und der SPD, für einen städtischen Flächenvorrat zu sorgen, folgen sie nicht. Anders im Stadtplanungssusschuss im Langenhagener Rathaus mit CDU-Mitgliedern, die nicht aus Kaltenweide kommen: Bernhard Döhner, Horst-Dieter Soltau und Gabi Spier stimmten für die Flächenbevorratung. Dietmar Grundey, ebenfalls CDU und Ortsbürgermeister in Schulenburg, stimmte dagegen. Sein Hinweis, „Bald kommt das Neubaugebiet in Engelbostel“, blieb unbeachtet. Die Rechnung der Region, nach der in Kaltenweide Wohnraum für 1.500 Menschen geschaffen werden muss (bis zum Jahr 2025), wurde nicht hinterfragt, obwohl es auf Basis von Regionszahlen in den vergangenen Jahrzehnten schlimme Fehlentwicklungen gab – Beispiel Prognose Schülerzahlen für die Grundschule, die nun auf dauerhafte (rechtswidrige) Überbelegung zusteuert. Letztere haben die Gegner Weiherfeld-Erweiterung im Blick, darunter neben Domenic Veltrup (BBL) auch Joachim Balk (FDP) und Herbert Klever (AfD), sie wollen Infrastruktur-Lösungen. „Der Schulbau wird folgen“, meint Wolfgang Kuschel (SPD). Und Wolfgang Langrehr (SPD) betonte die zeitliche Perspektive: „Mit dem zeitversetzten Zuzug wird die vorhandene Infrastruktur nachhaltig genutzt.“
Nach Dietmar Grundeys Hinweis, dass mit der Weiherfeld-Ost-Erweiterung wieder Landschaftsschutzgebiet geopfert wird, fragte Georg Obermayr (NABU) nach Ausgleichsflächen. „Gibt es nicht“, sagte Stadtbaurat Carsten Hettwer.
In der nächsten Ratssitzung am Montag, 19. Juni, um 18.30 im Ratssaal, Marktplatz 1, wird zur Weiherfeld-Ost-Erweiterung abschließend abgestimmt. Zu Beginn und am Ende der Sitzung gibt es die Einwohnerfragstunde.