Langenhagen beim Hilfskonvoi nach Stendal dabei

Die Hilfsaktion zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt startet in zwei Wochen erneut.

Kontakt zu Flutopfern kam über Facebook zustande

Kaltenweide (ok). Der Kontakt kam über Facebook zustande – das „Netzwerk Burgwedel“ setzte sich mit Einwohnern aus Stendal in der Altmark in Verbindung. Die Gruppe „Wir sind Kaltenweider“ und viele andere Langenhagenerinnen und Langenhagener schlossen sich der Aktion an; die Resonanz war nach Auskunft von Markus Villwock vom Verein „Bürger für Kaltenweide“ so überragend, dass seine Garage, die als Zwischenlager genutzt wurde, binnen sieben Tagen rappelvoll war.. Mit zwei Elftonnern, zwei 7,5-Tonnern und vier 3,5-Tonnern ging's jetzt nach Stendal Markus Villwock im Gespräch mit dem ECHO: „Leider verschwindet das Thema immer mehr aus den Medien, obwohl die Menschen vor Ort noch immer massive Not erleben müssen. Auch wenn die Flut nicht mehr steigt oder neue Rekordmarken liefert: Sie hat das Land und viele Existenzen zerstört zurückgelassen.“ Der Wasserstand der Elbe betrug am Montag um 6.30 Uhr immer noch 5,11 Meter statt der „normalen“ 2,95 Meter. Markus Villwock erfuhr in Gesprächen, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner immer noch Kredite abzahlen müssten, die sie nach der letzten Flut aufgenommen hätten und deshalb keine weiteren bekämen. Viele Häuser seien noch überflutet und vor allen Dingen Rentner und Ältere betroffen, da sie nicht mehr viel selbst renovieren könnten. In zwei Wochen geht es übrigens wieder ins Hochwassergebiet; gebraucht werden nach Auskunft Markus Villwocks vor allen Dingen Möbel und Elektrogeräte.