„Langenhagen hat keine Szene“

Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz, Polizeisprecher Manfred Pätzold und Kai Bebende, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, bei der Präsentation der Kriminalstatistik. (Foto: G. Gosewisch)

Kriminalstatistik 2012 bestätigt Präventionsarbeit

Langenhagen (gg). Niedrig sind die Zahlen der Kriminalstatistik 2012 im Kommissariat Langenhagen. Zwar will Kommisssariatsleiter Klaus Waschkewitz keine Vergleiche zu den weiteren Kommissariaten der Polizeiinspektion Burgdorf mit
Lehrte, Mellendorf und Großburgwedel ziehen, „die örtlichen Gegebenheiten sind verschieden“, doch „das ohnehin schon niedrige Niveau der Zahlen für Langenhagen hat zudem einen Abwärtstrend“, so seine Zusammenfassung. So gab es im Jahr 2012 insgesamt 4.353 Straftaten und damit 2,42 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders erfreulich: die Aufklärungsquote konnte mit einem Plus von 2,62 Prozent auf insgesamt 50,22 Prozent gesteigert werden. Um die Relation deutlich zu machen, machte Waschkewitz Angaben zum Straftatenaufkommen im Gebiet der Polizeidirektion Hannover gesamt, die ein trauriges Plus von 41 Prozent in Bezug auf den Bereich Wohnungseinbrüche aufweist. „Langenhagen hat keine Szene, keine Brennpunkte, keine Diskos oder Großveranstaltungen“, erklärt er und betont, dass die umfangreiche Präventionsarbeit sicherlich eine Wirkung habe, wenngleich die nicht messbar sei. Weiterhin soll die Arbeit mit vier Kontaktbeamten für Langenhagen, zudem einem Kontaktbeamten am Flughafen und einem so genannten Jugend-Kontaktbeamten die Bürgernähe festigen.
Steigerungen weist die Kriminalstatistik in Bezug auf einzelne Deliktgruppen auf. So verwundert eine Steigerung um 100 Prozent beim Handtaschenraub, doch wenn man die absoluten Zahlen sieht, erklärt sich alles: im Jahr 2011 gab es zwei, im Jahr 2012 gab es 4 - Veränderungen in so niedrigen Zahlen machen rechnerisch große prozentuale Unterschiede.
Derzeit im Fokus der Polizei sind die Diebstähle an Fahrzeugen, die auf den Parkdecks des Flughafens abgestellt sind. „Wir vermuten einen Serientäter, sind dicht dran, den zu erwischen“, läßt Kai Bebensee, Leiter Kriminal- und Ermittlungsdienst, im Gespräch durchblicken.