„Langenhagen hat sein Zentrum gefunden“

Die Verantwortlichen des Projekts freuen sich über die Infotafel vor dem Steinfeld (von links): Birgit Karrasch, Carsten Hettwer, Ulla Nentwig, Klaus Lüders, Annette v. Stieglitz und Friedhelm Fischer. Foto: G. Gosewisch

Infotafel am Steinfeld wurde eingeweiht

Langenhagen (gg). Um ein Zeichen für den gelungenen Abschluss der Gestaltung des Platzes am Forum zu setzen, kamen die Verantwortlichen des Projekts am Wochenende zu einem kleinen Ortstermin zusammen. Stadtbaurat Carsten Hettwer und Birgit Karrasch vom Fachbereich Planen und Bauen, Bürgermeister Friedhelm Fischer und Fachbereichsleiterin Annette v. Stieglitz bestätigten, dass der Platz nach seiner Neugestaltung gut von den Bürgern angenommen werde. „Es ist eine Achse abseits des Autoverkehrs entstanden zwischen der Walsroder Straße und dem CCL“, erklärte Annette v. Stieglitz. „Wir sind froh, dass sich das Steinfeld als Kunstwerk hier so gut einfügt und dem Platz sein Gesicht gibt.“
Die Erklärung zur Entstehung des Kunstwerks liefert die neue Infotafel, die in den Boden vor dem Steinfeld eingelassen wurde. Dabei vor Ort waren die Künstlerin Ulla Nentwig und der Bauunternehmer Klaus Lüders, der für die Einlassung der Tafel und zuvor für den Aufbau der Steine gesorgt hatte. Diese haben ein geschätztes Gewicht von 25 Tonnen. Wegen ihres hohen Gewichtes sind sie nicht in dem Bereich platziert, unter dem sich die Tiefgarage befindet, sondern jenseits davon.
„Nach der offiziellen Einweihung des Platzes im Frühjahr des vergangenen Jahres macht die Infotafel das Kunstwerk nun vollständig“, freute sich Ulla Nentwig. Vor Jahren hatte sie das Steinfeld in der Ostpassage geschaffen, eine Symbiose von Naturstein und Stahlnetz als Symbol für den Zusammenhang zwischen Natur und Technik in Langenhagen. Nachdem der Standort dort wegen der geplanten CCL-Erweiterung nicht mehr haltbar war, zog das Kunstwerk um.
„Kunst entsteht immer im inhaltlichen Zusammenhang zum Ort“, erklärte Ulla Nentwig. „Nach dem ärgerlichen Teilabbau und dann schließlich gänzlichen Abbau habe ich mich bereit erklärt, die Grundsymbolik wieder aufzunehmen. Die Steine symbolisieren die Stadtteile von Langenhagen. Sie sind als loser Haufen angeordnet. Darüber legt sich eine quadratische Linie aus Gold, die zeigt, dass Langenhagen hier nun sein Zentrum gefunden hat.“
Das Kunstwerk ist ein Beitrag zum zweiten Langenhagener Bildhauersymposium; es trägt den Namen „Verortung“. Der Name ist gleichzeitig ein Fachbergriff, zu dem die Infotafel Auskunft gibt. Demnach ist Verortung ein Begriff aus der Geodäsie, der Lehre über Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche. Hier wird mit dem Begriff „Verortung“ die Zuweisung eines festen Platzes beschrieben. In der Wissenschaftstheorie ist die Verortung eine Einordnung in ein übergreifendes System und in der Soziologie die Benennung für die Position von Personen und Gruppen im Gesellschaftssystem.