Langenhagener auf Radtour

Viele Wegepunkte machen den Reiz der "FahrKulTour" aus. (Foto: M. Eram)

Zweite "FahrKulTour" startet am 16. September

Langenhagen. "Gibt es einen schöneren Sommerausklang, als Langenhagen mit dem Rad zu erkunden und dabei historische Stätten, neue Wege und Kullinarisches kennenzulernen?", so die Werbung für die "FahrKulTour" von Regine von der Haar und ihr Aufruf zum Mitmachen. Sie ist Leiterin des EU-Projekts Pferdestärken Langenhagen, "FahrKulTour" ist eine Aktion daraus.
Von 10 bis 17 Uhr können die FahrKulTour-Gäste am Sonntag, 16. September, unterwegs sein: Ganz individuell mit der Tourenkarte, die auf www.pferdestärken-langenhagen.de downloadbar und an Stations-Infoständen erhältlich ist, kann man sich auf den Weg machen und eine Route ganz nach dem persönlichen Geschmack zusammenstellen. Wer sich gern von geschulten Guides über die Route führen lassen möchte, kann sich einer gemeinschaftlichen Tour anschließen. An der Elisabethkirche und beim MTV Engelbostel/Schulenburg starten die „guided tours“ jeweils zur vollen Stunde zwischen 10 und 14 Uhr.
Wer unternehmungslustig ist, jedoch nicht mit dem Rad fahren kann oder möchte, muss nicht zu Hause bleiben: Auch Rundfahrten mit Shuttlebussen werden angeboten - als kostenloser Service. Vom Treffpunkt Elisabethkirche starten die ersten Shuttles um 10 und 11 Uhr Richtung MTV und zurück - ab 13 Uhr gibt es Rundfahrten.
Gern gesehen sind aber auch Gäste, die sich für ihren Sonntagsausflug nur eine oder zwei Stationen herauspicken und gezielt anfahren - auch mit dem eigenen Auto. Nicht überall gibt es jedoch ortsnahe Parkmöglichkeiten, da die Route auch mitten in die Natur führt.
In's SPARC-Gelände zum Beispiel, wo der Lauf der Wietze im Rahmen eines EU-Projektes so renaturiert wurde, dass ein geschützter Lebensraum für heimische und gefährdete Tierarten entstanden ist. Hier übernimmt der NABU die Führung der Gäste und vielleicht ist auch der ein oder andere seltene Vogel zu beobachten.
Die Kaltenweider Bockwindmühle ist ebenfalls Tourenziel. Kartoffelsuppe und herbstlichen Kräuterschnaps, Geschichten aus der Arbeit einer Müllerin und sportliche Spiele für Kinder und Erwachsene gibt es an dieser Tourenstation.
Das Heideschlösschen in Kananohe - ein Haus mit ebenso kulinarischer wie delikater Vergangenheit - ist eine Station, an der ein neues Projekt des Hegerings vorgestellt wird. Eine Waldschule soll dort entstehen. Mit Wildbratwurst vom Grill des Hegerings, frischem Brot und Kuchen aus der Bäckerei Brandes wird man auch hier gut verköstigt.
Wer an der FahrKulTour teilnimmt und die Routenplan-Broschüre vorzeigen kann, hat am nächsten Tourenziel einen echten Vorteil. Am Airport zahlt man nur den Eintritt für die Dachterrasse (2,50 Euro für Erwachsene) und kommt dann ohne weitere Kosten in die Ausstellung „Welt der Luftfahrt“. Das sind 2,30 Euro Ersparnis pro erwachsenem Gast.
Danach führt die Radtour durch einen weitgehend unbekannten Tunnel nach Schulenburg-Nord, von wo es weiter geht nach Godshorn oder Engelbostel.
In Godshorn gibt es auf dem Le-Trait-Platz einen Fahrradparcours für Jung und Alt und viele Verköstigungsstände. In Engelbostel laden gleich mehrere Stationen zum Verweilen ein. Beim MTV Engelbostel/Schulenburg kann man die Spiele Petanque und Boule kennenlernen - aber auch schon morgens ein rustikales Frühstück genießen. Sicher ein guter Grund, die Route dort zu beginnen und in anderer Richtung als oben beschrieben zu absolvieren.
Der historische Hof Tegtmeyer in Engelbostel ist erneut Tourenziel, denn hier ist das älteste in Privatbesitz befindliche Gebäude zu besichtigen - der Speicher aus der Zeit um 1580. Familie Tegtmeyer gibt auch die Möglichkeit, eine Heidschnuckengruppe im Feld zu besuchen. Der Weg dorthin ist vom Hof ausgeschildert.
Wer die Route vom Norden in den Westen absolviert hat, wird um 17 Uhr den Ausklang im historischen Ortskern Engelbostels genießen können: Das Konzert des Back-to-Church-Chores in der Martinskirche. Der Eintritt ist frei.
Über 40 Helferinnen und Helfer, Routenguides und Mitglieder des Aufbauteams tragen dazu bei, die FahrKulTour zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Vereine und Verbände wirken ebenso mit wie lokale Unternehmen. Die FahrKulTour als Veranstaltungsreihe mit echtem Stadtmarketingcharakter soll auch im kommenden Jahr im Mai und September stattfinden - denn es gibt noch viele schöne Stationen zu entdecken.