Laternenfest komplett verwandelt

In der behaglichen St. Paulus-Kirche konnten die Kinder die Andacht mit Laternen erleben; Annika Kruse (hinten, von links) und Anke Kappler hatten sich in der Vorbereitung viel Mühe gegeben. (Foto: G. Gosewisch)

Kleine Zeichen statt große Signale gesendet

Langenhagen (gg). Im Reformationsjahr sollte im „Familienzentrum Emma und Paul“ mit einem Laternenfest am 10. November ein alter Brauch aufgegriffen werden. Die Aktion sollte „Kinder und Eltern in dem Gefühl stärken, in einer Nachbarschaft zu leben“, so die Zielsetzung, die auch als Begründung für eine Förderung in Höhe von 800 Euro aus dem aus Steuermitteln finanzierten Fond „soziale Stadt“ diente. In Kooperation mit den benachbarten Kindergärten gab es vorab vier Laternen-Bastelaktionen in den Kitas der St. Paulus-Kirche an der Hindenburgstraße, der Emmaus-Kirche am Sonnenweg, im Familiencafé an der Hindenburgstraße und im Quartierstreff an der Freiligrathstraße. Nach Auskunft von Organisatorin Anke Kappler haben 75 Familien Laternen gebastelt, auffallend viele Väter seien engagiert gewesen. Annika Kruse, Diakonin der Emmaus-Gemeinde, hat die Anleitung übernommen.
Nicht nur Sturm und Regen sorgten für eine Umwandlung des Ablaufs. Ursprünglich war ein Sternenmarsch ausgehend von beiden Kirchen geplant, um auf dem Spielplatz Beckerwiese zusammenzutreffen. Aufgrund ordnungsbehördlicher Vorgaben, die seitens der Stadtverwaltung kurzfristig mitgeteilt wurden, mussten diese abgesagt werden, obwohl auf Plakaten schon die Marschroute der Laternen angekündigt war. Stattdessen gab es Andachten in den zwei Kirchen: 20 Kinder kamen in der Emmaus-Kirche zusammen, 60 Kinder in der St. Paulus-Kirche. Die bestellten Bläser-Gruppen (städtische Musikschule und Jagdhornbläserkorps) kamen krankheitsbedingt stark reduziert zum Einsatz, eine kleine musikalische Begleitung gab es an der Emmauskirche. „Vier haben die Laternen-Lieder sogar vierstimmig gesungen“, berichtet Anke Kappler, und so sei es doch noch ein schönes stimmungsvolles Fest geworden.