Lebendig, knallig bunt und knackig heiß

Eine lebendige Nachbarschaft, die bei guter Stimmung feierte.
 
Nichts Kommerzielles: Das ganze Fest entstand aus dem Engagement der Menschen heraus.

Frühlingsfest in Wiesenau wird zur Sommerparty

Langenhagen. Der Nachbarschaftsverein win e.V. – Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover GmbH veranstaltete gemeinsam mit dem Seniorenheim Bachstraße, der GBA Langenhagen und der Stadt Langenhagen ein knallig buntes Frühlingsfest, das besser als Sommersause durchgehen könnte! Bei charmanten 30 Grad tummelten sich aber trotzdem viele kleine und große Gäste in der Quartiersmitte und erleben vor allem eins: Eine lebendige Nachbarschaft mit guter Stimmung!
Und das Fest startete gleich mit einem musikalischen Höhepunkt: Die Band „Brazzo Brazzone & The World Brass Ensemle Show“ sorgte für einen Startschuss mit besonderem Sound! „Brazzo Brazzone & The World Brass Ensemble“ ist die einzige Italo-World-Groove Brass Band ihrer Art weltweit und unterhielt durch ihre Performance die Zuschauer! „Hut ab! Bei der Hitze halten die Musiker in ihren schicken Anzügen wirklich gut durch! Heute ist es ja heiß wie in Sizilien!“, bemerkte eine Zuhörerin anerkennend. Die sechs Musiker waren wirklich hart im Nehmen und begeisterten mit ihrem besonderen Sound.
Bunt wurde es ebenfalls bei der Show der Wiesenauer Friseurin Sandra Bär vom Friseur- Salon „Sandra Bär – Haare und Mehr!“. Sie präsentierte mit ihren Mitarbeiterinnen und Modellen hübsche Hochsteckfrisuren mit echten Blüten und stylte im Anschluss auch die begeisterten Mädchen.
Auf der Bienenmeile drehte sich währenddessen alles rund um die schwirrenden Insekten. Hier konnten die Gäste Insektenhotels bauen, sich Infos über Bienen & Co. einholen und so manche kreative Mitmachaktion zum Thema erleben. Die GBA Langenhagen sorgte für dieses bunte Bienchenprogramm und unterhielt die Besucherinnen und Besucher zudem mit Kinderschminken, Popcorn und Geschicklichkeitspielen.
Grün und bunt ging es auch in der „Pflanzenecke“ zu: win e.V. startete seinen zweiten Wiesenauer Balkon- und Gartenwettbewerb! Die Wiesenauer, die sich für eine Anmeldung entschieden, konnten ein tolles Blümchen- Starterset mit nach Hause nehmen – quasi als kleines Dankeschön fürs Mitmachen! Mehr als 40 Anmeldungen sind bereits eingegangen, Anmeldeschluss ist aber erst am 1. Juli. „Wir freuen uns über die rege Beteiligung.“, sagt Quartiersmanagerin Claudia Koch. „Schließlich wünschen wir uns alle ein schöneres Wiesenau, an dem die Anwohner so auch mitarbeiten können.“ Die Jury wird dann Anfang August die Balkone, Vorgärten und Gärten bewerten, die Sieger werden im Rahmen des Herbstfestes im Oktober bekannt gegeben.
Viel los war auch im Quartierstreff. Hier zeigte Iris Egemann, wie ihre kleinen Müllis entstehen. Die Kaltenweiderin baut aus kleinen Müllteilen noch kleinere Müllmenschen, die sie dann gekonnt fotografiert und in Szene setzt. Kunst trifft Konsumkritik und spricht kreativ das Problem an, das uns alle etwas angeht: Viel zu viel Plastikmüll fliegt durch die Natur und hinterlässt tiefe Spuren. Iris Egemann findet mit ihrem Projekt „Müllis – aus Müll geboren“ einen interesanten Zugang, um mit den Menschen über dieses Problem ins Gespräch zu kommen.
Währenddessen versorgten die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Insitutionen die Gäste. Am Grill hielten einige Bewohner der Wiesenauer Flüchtlingsunterkunft die Kohle heiß. Rebecca Brands, Mitarbeiterin des Sozialdienstes der Stadt Langenhagen, organisierte in diesem Jahr die Verpflegung mit Bratwurst, Grillkäse und Gemüsespießen – und trotz Ramadans sagten die Männer gleich zu, ihr zu helfen.
Einen Steinwurf entfernt waren Mitarbeiterinnen des Seniorenheims Bachstraße wieder am Waffeleisen aktiv und hatten zudem tolle Dekosachen dabei, die die Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung hergestellt hatten. Neben den leckeren Waffeln gab es auch, passend zu den sommerlichen Temperaturen, Eis und süße Crepes.
„Besonders erwähnt werden muss das ehrenamtliche Engagement der Wiesenau. Von win sind 25 Personen heute am Start. Sie haben beim Aufbau geholfen, informieren über das Projekt „Seniorenbegleitung“, geben Blümchen am win- Stand aus und verkaufen Getränke. Ohne die vielen helfenden Hände gebe es so ein Fest nicht.“, sagt Claudia Koch. „Das muss ein Mal gesagt sein! Wir veranstalten Nachbarschaftsfeste, keine kommerziellen Events. Hier entsteht alles aus dem Engagement der Menschen heraus.“
Und das ist der Kern von den Wiesenauer Festen: Hier trifft sich die Nachbarschaft!