Lebenshilfe und Unicef Gala in Langenhagen

Matthias Brodowy (links), Andrea Sawatzki und Chris Vogt. (Foto: G. Gosewisch)
 
Heinz Rudolf Kunze berührte mit seiner Musik. (Foto: G. Gosewisch)

Andrea Sawatzki auf der Bühne mit Gesang

Langenhagen (gg). Mit der Lebenshilfe und Unicef Gala kam ein Bühnen-Show-Feuerwerk nach Langenhagen. 450 Gäste feierten im Maritim Airport Hotel, und zahlreiche Künstler legten sich ins Zeug für den guten Zweck. Gastgeber Chris Vogt, Tanzschule Step by Step, konnte sich für die 12. Auflage auf hervorragende Musiker verlassen, die in der Unicef-Band für die eigentliche Klasse im Programm sorgten. Rund wurde dadurch die beeindruckende Ansammlung von so genannten Acts - Kostproben von internationalen Bühnen-Auftritten kombiniert mit Kleinkunstvielfalt. „Gerade diese Kombination macht hier den Reiz und die Einzigartigkeit aus“, erklärte Matthias Brodowy, bekannt aus dem Langenhagener Kleinkunstfestival Mimuse, der mit Unterstützung durch Arndt Schmöle, „Off-Stimme“ und Pressesprecher der Lebenshilfe und Unicef Gala, die Ankündigung formulierte. „Alle Künstler treten ohne Gage für den guten Zweck auf“, betonten sie.
So eröffnete der weltweit bekannte Musical-Star Dennis LeGree mit sanften Songs. Der Broadway-Star Tamango van Cayseele zeigte Step-Tanz, Stand up Comedy bot Lisa Feller, Robert Wicke bot grandiose Comedy-Jonglage und Beatboxing, Johannes Kirchberg brachte Klavierkabarett aus seinem aktuellen Solo-Programm mit. Carsten Hormes, Wolfgang Stute und Matthias Brodowy präsentierten Lieder, mit denen sie gemeinsam den Deutschen Kleinkunstpreis 2013 in der Sparte Chanson erhalten haben. Heinz Rudolf Kunze war mit seinem Auftritt präsenter denn je, zog mit seiner Musik alle in seinen Bann und zauberte eine ganz besondere Atmosphäre. „Ich bin nur die Aushilfe“, gab sich der Wedemärker sympatisch bescheiden, denn tatsächlich ist er eingesprungen für den Schirmherren, Musikprodukzent Edo Zanki, der krankheitsbedingt absagen musste.
Andrea Sawatzki, die bekannte Kino- und TV-Schauspielerin, war Stargast des Abends und sang drei Stücke aus ihrem Liederabend „Irgendwas ist immer“, mit dem sie im Sommer in Hamburg in Schmidts Tivoli zu sehen ist. Bei der Begegnung mit der charismatischen Schauspielerin, ausgezeichnet mit Grimme-, Comedy- und Deutschem Fernseh-Preis, haben viele sicherlich noch ihre bekannteste Rolle als Tatort-Kommissarin gesehen, Autogrammjäger begleiteten sie Schritt und Tritt.
Unter den Gästen der Gala waren Bewohner des Lindenhofes und des Heims in der Liebigstraße. „Menschen mit und ohne Behinderung feiern gemeinsam, so verstehen wir Integration und Inklusion“, sagt Reiner Weidler, Vorsitzender der Langenhagener Lebenshilfe, mit Dank an Gastgeber Chris Vogt. Nach Abzug der Kosten gehen die Erlöse des Abends je zur Hälfte an Unicef und an die Lebenshilfe. Sigrid Schrader, Unicef, erklärte, dass für die Spende aus der Gala kein einzelnes Unicef-Projekt zugeordnet ist: „Unicef entscheidet über die Verwendung für die Kinder weltweit“. Reiner Weidler (Lebenshilfe) zeigte die Wirkung der bisherigen Spenden anhand der Ausstattung des Wohnheims Lindenhof. Eine Feuerschutzeinrichtung konnte in den letzten Jahren realisiert werden. Nun ist ein neues Projekt dort bereits auf dem Weg: ein Gemeinschaftsraum, für den die Stiftung bereits Geld angespart hat. Mit der Unterstützung aus der Gala soll der Bau weitergehen, der insgesamt 150.000 Euro kostet.