Leid und Trauer, aber auch Wut und Ärger

Die Superintendenten Martin Bergau (rechts) und Gottfried Kawalla, der die Lebensberatungsstelle mit ins Leben rief (links) mit Monika Gotzes-Karrasch und Hans-Günter Schoppa.Foto: O. Krebs

Lebensberatungsstelle feiert 15. Geburtstag

Langenhagen (ok). Ob Depression, Ängste, Einsamkeit oder Trauer – das Aufgabenfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensberatungsstelle in der Ostpassage ist vielfältig und aus Langenhagen gar nicht mehr wegzudenken. Seit 15 Jahren gibt es dieses Angebot nach einem Beschlusses des Rates der Stadt Langenhagen nun schon; „eine Erfolgsgeschichte“, wie Superintendent Martin Bergau vom Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen als Träger beim Neujahrsempfang betonte. Bergau: „Die steigenden Klientenzahlen zeigen,dass sie gefragt, gewollt, gesucht und gebraucht werden.“ Die Lebensberatungsstelle sei ein Seismograf für das, was die Menschen bewege. Und das seien in den vergangenen 15 Jahren viele unterschiedliche Befürfnisse gewesen. So sind nach Auskunft von Hans-Günter Schopps, Leiter der Lebensberatungsstelle, die Themen Alleinerziehung und Langzeitarbeitslosigkeit immer stärker in den Fokus gerückt. Viele neue Angebote seien in jüngster Zeit ins Leben gerufen worden – Elternschule, Konfliktmeditation sowie die Beratung Jugendlicher. Schoppa: „Ich habe in 15 Jahren viel Leid und Trauer gesehen, aber auch Wut und Ärger verspürt.“ So habe er zum Beispiel Menschen gesehen, die sich noch nicht einmal eine Bahnfahrt leisten könnten; andere dagegen fahren zwei Tage zum Shoppen nach London. Eine Ungerechtigkeit, dieDiplom-Psychologe Hans-Günter Schoppa, wahnsinnig aufregt.
Kurzum: Das niedrigschwellige Angebot der Lebensberatungsstelle wird sehr gut angenommen, räumlich sei die Einrichtung allerdings an ihre Grenzen gelangt. Zusammen mit der Stadt Langenhagen werde deshalb nach einer neuen Bleibe gesucht. Und Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch als Vertreterin der Kommune so zu sagen „Mutter der Lebensberatungsstelle“ gab er gleich noch einen Wunsch mit auf den Weg: Auch personell sei eine Aufstockung nicht schlecht.