Leitung der Brinker Schule ändert sich

Ein Ständchen von den Schulleiterkollegen. (Foto: D. Lange)

Verabschiedung von Lieselotte Zühlow-Klein

Langenhagen (dl).In der abgedunkelten Sporthalle gab es Klaviermusik und auf der Leinwand eine Diashow mit Bildern, die Lieselotte Zühlow-Klein während ihrer Zeit an der Brinker Schule zeigten, einige in Schwarz/Weiß . Um gleich mit einem weit verbreitetem Irrtum aufzuräumen: Die Brinker Schule wurde bereits im Jahr 1645 erstmals erwähnt, sodass die von manchen geäußerte Vermutung, Lieselotte Zühlow-Klein sei so lange an der Schule, seit es sie gibt, hiermit als widerlegt gelten kann. Richtig dagegen ist, dass sie Zeit ihres beruflichen Lebens im Dienst der Pädagogik an der Brinker Schule tätig war und das sind immerhin 41 Jahre. Die Studienzeit mitgerechnet. Damit hat sie an Dienstjahren in Leitungsfunktion so manchen Schulleiter an ihrer Schule, allein fünf während ihrer Dienstzeit, weit übertroffen. Mehr der Not gehorchend gerieten ihr nämlich im Lauf der Zeit die Vakanzvertretungen zum zentralen Gegenstand ihrer beruflichen Laufbahn. Und zwar immer dann, wenn die Schulleiter wechselten und sie in den Zeiten dazwischen, das konnte mitunter bis zu einem Jahr sein, als kommissarische Schulleiterin in die Bresche sprang. Es spricht für ihr diplomatisches Geschick und ihr Durchsetzungsvermögen, dass sie bei alldem immer auch ihre eigenen pädagogischen Ziele und Grundsätze nicht aus den Augen verloren hat. „Wir unterrichten in erster Linie Menschen und dann erst Fächer wie Mathe oder Englisch.“ Das Feedback ehemaliger Schüler zeigt, dass die Schule damit auf dem richtigen Weg ist. „Schüler werden, wenn nötig, zwar für ihre Leistung und ihr Verhalten kritisiert, sie werden aber dennoch als Mensch angenommen und wertgeschätzt.“ Auf ihr Kollegium lässt die erfahrene Pädagogin und Schulleiterin Zühlow-Klein daher nichts kommen. Immer dann, wenn von der Brinker Schule mal wieder als die „Resterampe der Langenhagener Schullandschaft“ die Rede ist, immer dann igelt man sich nicht ein, sondern weiß, dass man solche Stürme nur gemeinsam abwettern kann. An dieser Stelle kommt in der Regel die „Brinker Währung“ zum Einsatz. Es handelt sich dabei nicht um Geld, sondern um eine Schoko-Sahnetorte. Leicht geeist, soviel Zeit muss sein. Eine solche Torte ist

aber auch als Zahlungsmittel zu verstehen oder wie immer man es nennen mag. Für besondere Fälle, wie beispielsweise bei Sonderwünschen mit absehbar erhöhtem Arbeitsaufwand. Sonst aber immer dann, wenn es schwierig und stressig zu werden droht und mal wieder alle am Anschlag sind. Als Nervennahrung, aber auch als gemeinschaftsstiftende Aktion, „denn so eine Schoko-Sahnetorte isst man nicht alleine“. Wenn sich dann alle wieder auf eine erträgliche Betriebstemperatur heruntergekühlt haben, sind auch die Probleme schon wieder ein Stück kleiner geworden.