Lernhilfe besteht seit zehn Jahren

Mit der Hilfe beim Deutschlernen wollen die Lernhelfer weiterhin aktiv sein. Herbert Könneke (links) und Sigrid Könneke (Dritte von rechts, vorne) haben ihre Arbeit niedergelegt.

Sigrid und Herbert Könneke verabschiedet

Kaltenweide (gg). „Mit dem Zuzug im Weiherfeld haben sich die Schülerzahlen verdreifacht“, so die Wahrnehmung unter den Aktiven im Verein „Lernhilfe Kaltenweide“. Die Initiative besteht seit zehn Jahren. Die Gründungsmitglieder Sigrid und Herbert Könneke haben nun ihre Arbeit niedergelegt. Mit „großem Respekt für ihren unermüdlichen Einsatz“ wurden sie bereits von den 21 Lernhelfern verabschiedet. „Eigentlich wollten wir unsere Lernhilfe dann beenden, wenn die Grundschule Kaltenweide zur Ganztagsschule umgewandelt ist. Aber das scheint jetzt wieder in weiterer Ferne entrückt zu sein“, so der Hinweis von Herbert Könneke. Die Arbeit für Chancengleichheit in der Grundschule gehe weiter. Ein Drittel der Grundschulkinder komme aus 30 verschiedenen Sprachregionen. Diese Kinder müssen Deutsch als Fremdsprache lernen. Der Verein Lernhilfe bietet dafür einmal pro Woche im Dorfgemeinschaftshaus Nie´t Hus einen Treffpunkt. Die Grundschullehrer empfehlen Schülern die Teilnahme. Neben dem Lernen wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Ausflüge gehören zum Programm. Der Kontakt zu den Eltern wird angestrebt, ist aber wegen der fehlenden Deutsch-Kenntnisse oft schwierig, so die Erfahrung der Lernhelfer. Zuschüsse gibt es von der Region Hannover, von der Stadt Langenhagen und vom Ortsrat Kaltenweide. Zweimal gewann der Verein Preise beim Ideen-Wettbewerb der Region „Miteinander – Gemeinsam für Integration“. Weiterhin die Aufgabe annehmen wollen die Lernhelfer. „Schließlich motivieren auch die kleinen Erfolge“, so der Tenor. Bei der Vorstandswahl wurde Laila Brocke zur Vorsitzenden gewählt, Heidi Schorlies ist ihre Stellvertreterin.