Letzte Chance für die Eishalle?

Verwaltung will wieder viel Geld in die Hand nehmen

Langenhagen (ok). Zehn Jahre ein Hin und Her: Die Geschichte scheint nicht zu enden. Doch: Gehen jetzt in der Eishalle endgültig die Lichter aus? In der Sitzung des nächsten Finanz-, Wirtschafts- und Personalausschusses am Dienstag, 19. September, und in der Sitzung des Rates der Stadt Langenhagen am Montag, 25. September, jedenfalls ist die Politik am Zug. Diskutiert wird über die Vorlage der Verwaltung, bei der ein hübsches Sümmchen zusammenkommt, das letztendlich der Steuerzahler tragen muss. So soll es einen jährlichen Zuschuss für den Betrieb der Eishalle von maxikmal 120.000 Euro geben, der nach drei Jahren möglichst abschmelzen soll. Auf weitere Abgaben verzichtet die Stadt; die Pachteinnahmen der interessierten Betreiber können „im schlechtesten Fall“ entfallen. 200.000 Euro nimmt die Stadt sofort in die Hand, um die Halle technisch wieder fit zu machen; eine Fachkraft übernimmt den technischen Betrieb in enger Abstimmung von Stadt und Betrieb. Doch mit dieser einmaligen Investitionen nicht genug: Nicht zuletzt, um die Attraktivität der Halle zu erhöhen und auch den Energieverbrauch zu senken, werden noch einmal 800.000 Euro in den nächsten drei Jahren fällig. Die Pächter tragen in Zukunft das komplette Betriebsrisiko. Und es wird für die Kommune noch teurer: Damit die Eishalle problemlos übernommen werden kann, verzichtet die Kommune auf Forderungen in Höhe von etwas 36.000 Euro. Darüber hinaus wird für die Löschung einer Grundschuld aus dem letzten Insolvenzverfahren ein Betrag von 108.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Finanz-, Wirtschafts- und Personalausschuss trifft sich am Dienstag, 19. September, um 17.45 Uhr im Ratssaal; der Rat der Stadt Langenhagen am Montag, 25. September, um 18.30 Uhr an gleicher Stelle.