Licht und Luft dringend erwünscht

Carsten Hettwer (von links), Conrad Peuschel, Hanno Hahn und Hannelore Minks hörten bei der Schülerpräsentation in der RKS gerne zu. (Foto: G. Gosewisch)

RKS-Schüler präsentieren Architekturmodelle

Langenhagen (gg). Am Anfang gab es nur einen Hinweis, der von der Stadtverwaltung über die Schulleitung die Schüler erreichte: Der Umbau der Robert-Koch-Realschule (RKS) ist in absehbarer Zeit nötig, weil die steigende Schülerzahl insgesamt in Langenhagen dies erzwingt. Mit erschöpften Kapazitäten im Gymnasium und in der IGS, insbesondere in den höheren Jahrgängen, muss Raum geschaffen werden. „Die politische Diskussion ist noch nicht abgeschlossen, erst danach können wir anfangen zu planen“, erklärte Stadtbaurat Carsten Hettwer bei einem Besuch in der RKS den Schülern der Klasse 10e. Dass es dann aber irgendwie losgehen müsse, mit dem Bauen, sei klar. Die Aussage des Stadtbaurats kam bei den Schülern gut an, denn Verbesserungen zum derzeitigen Zustand der Schule werden dringend erwünscht. In den vergangenen Wochen haben die Schüler Architekturmodelle gefertigt, eine Aufgabe unter der Anleitung von Kunstlehrerin Hannelore Minks. Sie hatte zuvor weitere Lernziele verknüpft, es gab sogar eine Unterrichtsfahrt zum Kölner Dom und einen Überblick über die Architekturgeschichte bis hin zur Moderne. Hannelore Minks wollte auch das „problemlösende Denken“ der Schüler fördern, was offensichtlich gelang, denn frei gesprochen präsentierten die Schüler ihre Architekturmodelle vor dem Stadtbaurat und seinen Mitarbeitern aus der städtischen Abteiltung Hochbau Hanno Hahn und Conrad Peuschel. Flüssig und gut begründet erklärten sie, welche Räume entstehen müssen. „Wir brauchen dringend Licht und Luft“, war das wichtigste Argument bei jedem der fünf Modelle. Nachvollziehbar, angesichts des derzeitigen Unterrichts in als zu klein empfundenen Klassenräumen und von der Sonne aufgeheizten Containern. Krach in der zu kleinen Pausenhalle sorge derzeit ebenso für Stress wie die Tatsache, dass es Sportunterricht nur an wenigen Wochen im Jahr gebe. „Meine Schüler haben sich bewusst mit der Lernumgebung auseinandergesetzt“, sagte Hannelore Minks nach der Präsentation. Klasselehrerin Nicola Tilmann-Jäger schloss sich dem Lob an und ergänzte: „Die Schüler haben jahrelange Erfahrung in diesem bestehenden Gebäude“. Wünschenswert sei daher, dass die Ideen der Schüler in die Pläne der Stadtverwaltung einfließen. Dass sich das Schulleben mehr draußen abspielen soll, nahmen Carsten Hettwer und seine Mitarbeiter gerne mit auf den Weg. Die Schüler gaben die Stichworte: „Mehr Grün, für ein natürliches Feeling!“