Lichter gehen nie ganz aus

Technikvorstand Harald Noske (links) und Friedhelm Fischer begutachten die neue Beleuchtung.Foto. O. Krebs

Stadt und Enercity mit bundesweitem Pilotprojekt mit LED-Technik am Eickenhof

Langenhagen (ok). Die Stadt Langenhagen will zusammen mit dem Energieversorger enercity bundesweit vorangehen, bei einem Pilotprojekt bis zu 70 Prozent Energie einsparen. An der Straße Eickenhof wird die Straßenbeleuchtung – sechs Laternen – gegen hochmoderne LED-Technik ausgetauscht. Hinter dem Kürzel LED verbirgt sich der Fachausdruck der so genannten lichtemittierenden Dioden. "Die Helligkeit des LED-Lichts lässt sich wie kein anderes Leuchtmittel in der Straßenbeleuchtung herunterregeln. Deshalb haben wir diese Technik mit einer modernen elektronischen Steuerung kombiniert", fasst Enercity-Technikvorstand Harald Noske die neue Technik zusammen. Was den Umweltschutz angeht, so könnte die neue Technik in der Tat neue Wege aufzeigen. Am Eickenhof sollen jetzt etwa1.000 Kilowattstunden weniger Strom als bisher verbraucht werden – etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs eines vierköpfigen Haushaltes in einem Jahr. Das Einsparpotenzial bei dem rund 30.000 Euro teuren Projekt wird aber auch durch einen Wärme-Bewegungsmelder erreicht, der in etwa drei Meter Höhe an den sechs Meter hohen Masten installiert worden ist. Ab 22 Uhr wird dann die Leistung, die in der Nacht auf 20 Prozent abgesenkt worden ist, kurzzeitig wieder auf 50 Prozent erhöht, wenn Fußgänger, Rad- oder Autofahrer vorbeikommen. Die Lichter gehen am Eickenhof wegen des so genannten Schlummermodus von etwa elf Watt also nie ganz aus.
Der Eickenhof bot sich für das Pilotprojekt übrigens an, weil die Stadt in die Laternen ohnehin investieren musste. Die Lampen stammen noch aus dem Jahre 1966 und haben schon fast musealen Wert. Da traf es sich ganz gut, dass 25.000 Euro aus Fördermitteln des Landes in dieses Zukunftsprojekt gesteckt werden konnten.