Liebe, Trennung und Gewalt

Rita Wittoesch-Bindemann (von links), Antoaneta Slavova und Fery Hosseini diskutierten in der Gruppe. (Foto: G. Gosewisch)

Antoaneta Slavova berichtet von Ophelia

Langenhagen (gg). Die Bandbreite der zwischenmenschlichen Gewalt reicht von der Zwangsprostitution bis zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz und von Mobbing bis zur Prügelei. Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung können in Langenhagen die Beratungsstelle Ophelia nutzen, zu finden in der Ostpassage 3. Antoaneta Slavova (Sozialpsychologin, Soziologin und Kunsttherapeutin) ist dort tätig und erklärte im Rahmen des internationalen Frauenfrühstücks, ein regelmäßiges Angebot der Lernhilfe und des DRK-Familienzentrums im Nie´t Hus, ihre Aufgabenbereiche. Gibt es wesentliche kulturelle Einflüsse auf die Gewaltbereitschaft? Unter den Teilnehmerinnen mit ganz unterschiedlichen Herkunftsländern wurde diskutiert. Antoaneta Slavova fasste ihre Erfahrung aus der Beratungsstelle zusammen: „Die zwischenmenschlichen Gefühle sind in Konflikten immer gleich. Unterschiede gibt es in der Art und Weise, wie sie ausgetragen werden, je nachdem welche Möglichkeiten sich im Umfeld darstellen.“ Wenn nach einer großen Liebe eine Trennung folgt, bleiben die großen Emotionen nicht aus. Die Sozialpsychologin erklärt: „Bei Ophelia wissen wir, dass viel Zeit nötig ist, um über Gefühle Klarheit zu bekommen.“