"Lohndumping Riegel vorschieben"

Marks begrüßt Pflegemindestlohn ab 1. August

Region. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks weist auf ein für Pflegekräfte wichtiges Datum hin: Ab dem 1. August gilt bundesweit eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro für Pflegehilfskräfte, die überwiegend in der Grundpflege eingesetzt sind. Dazu gehört die Hilfestellung beim Waschen, Anziehen oder Essen. „Der Mindestlohn war längst überfällig, nur so kann dem Lohndumping ein Riegel vorgeschoben werden“, betont Marks. Die schwere Arbeit der Pflegenden werde in der Gesellschaft zu wenig wert geschätzt und müsse endlich angemessener bezahlt werden.
Die Abgeordnete hat bei vielen Besuchen in Pflegeeinrichtungen ihres Wahlkreises erfahren, dass das Angebot an guter Pflege unter dem Konkurrenzdruck von Billiganbietern mit Lohndumping immer schwieriger zu halten sei. Marks weist darauf hin, dass die beschlossenen Mindestlöhne die unterste Lohngrenze seien und keinesfalls bessere tarifvertragliche Regelungen ersetzen sollen. „Wer in Vollzeit als Pflegehilfskraft arbeitet, muss davon leben können“. Das sei bisher häufig nicht der Fall gewesen.
Ärgerlich sei allerdings, dass die Bundesregierung die Regelung bis 2014 befristet hat. „Das sorgt für neue Unsicherheit in der Branche“, fürchtet Marks. Die Bundesregierung habe offenbar nicht verstanden, dass man heute dem massiven Mangel an Pflegekräften wirkungsvoll begegnen müsse. „Das geht nur, wenn man die Menschen, die diese körperlich schwere und verantwortungsvolle Arbeit leisten, besser bezahlt. Darum brauchen wir den Mindestlohn, und zwar unbefristet“, so Marks.