Lotsen für Flüchtlinge gesucht

Langenhagen (gg). Noch nachgehallt hat die Frage von Schulenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Grundey: „Warum wird Godshorn immer gebeutelt?“ Diese stellte er in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses in Bezug auf die Anmietung einer Unterkunft für Asylbewerber in der Ahornstraße vor dem Hintergrund, dass es vor einigen Jahren schon einmal eine größere Asylbewerber-Unterkunft in Godshorn gab, die aufgrund desolater Zustände sogar abgebrannt ist. Seiner Meinung nach ist die Unterkunft Ahornstraße ein extrem teures und problematisches Unterfangen. 30 Asylbewerber könnten dort wohnen und das sei eine „Belastung für die Nachbarschaft“. Zusammen mit dem CDU-Vorsitzenden im Godshorner Ortsrat Ulrich Müller plädierte er für eine Verteilung der Asylbewerber in viele kleine Wohneinheiten im gesamten Stadtgebiet, um eine bessere Integration möglich zu machen. SPD und Grüne reagierten entsetzt, derlei Äußerungen seien unerträglich. Marco Brunotte forderte eine „Willkommenskultur“ für Asylbewerber. Diese wird von der Verwaltung auch vorbereitet, das bestätigte die Beauftragte Doris Lange. Aktuell sind bereits 46 Asylbewerber in Langenhagen untergebracht, die in diesem Jahr angekommen sind. Für 2014 wird mit einem sehr viel höheren Zuzug gerechnet.
Den Flüchtlingen beistehen will auch der Integrationsbeirat, eine aktuelle Reaktion auch in Bezug auf die Äußerungen Grundeys im Sozialausschuss. Der Vorsitzende Erwin Eder, gebürtiger Österreicher, ruft interessierte Bürger auf, sich bei ihm zu melden, denn Mithilfe sei nötig für die Erstellung von Orientierungshilfen und die Einrichtung eines Lotsen-Projekts: Telefon (0511) 77 49 46.