Luthers Spuren gefunden

Die Langenhagener Reisegruppe machte in Eisleben am Lutherdenkmal eine kurze Rast. (Foto: F. Foerster)

Ökumenische Reise mit Pastor Foerster

Langenhagen. Im Jahr 2017 wird die Reformation 500 Jahre Bestand haben. "Das Interesse an dem Reformator Martin Luther und an den Ereignissen der Reformationszeit ist deutlich zu spüren", meint der promovierte Theologe Frank Foerster, Pastor in der St.Paulus-Gemeinde. Auf die Spuren Luthers und der Malerfamilie Cranach begab sich eine 24-köpfige Reisegruppe aus Langenhagen unter seiner Leitung. “Fünf Tage lang haben wir viele neue Eindrücke gewonnen”, sagt Foerster. Auf dem Programm der ökumenisch zusammengesetzten Gruppe standen sowohl die katholischen Jahre Luthers in Mansfeld, Eisenach und Erfurt als auch die Zeit, als Luther in Wittenberg zum evangelischen Reformator wurde. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von den vielen noch erhaltenen mittelalterlichen Gebäuden in der alten Universitäts- und Bischofsstadt Erfurt, wo Luther studierte und in das Kloster eintrat. In Wittenberg besuchte die Gruppe die gerade eröffnete Cranach-Ausstellung mit glänzend restaurierten Gemälden des älteren und jüngeren Lucas Cranach, die beide als “Maler der Reformation” wirkten. Ein Höhepunkt war der Gottesdienst im Erfurter Augustinerkloster. “Im Chorgestühl zu sitzen und in der Kirche das Abendmahl zu feiern, in der auch Martin Luther Gottesdienst feierte, war schon ein besonderes Gefühl”, meinte einer der Mitreisenden. Am Ende hatte die Reisegruppe einen guten Einblick in das Denken und Leben Martin Luthers erhalten. Auch Themen der gegenwärtigen evangelisch-katholischen Diskussion kamen zur Sprache. Ob er im nächsten Jahr wieder eine Studienfahrt anbieten wird, will Frank Foerster nicht ausschließen. “Vielleicht auf Luthers Spuren in Rom”, sagt der Pastor, der im Kirchenkreis auch als Lutherbotschafter werbend für das Jubiläum im Jahr 2017 tätig ist.