Marco Brunotte informiert

Bestandsaufnahme der Neubauten

Langenhagen. Was für Wohnungen werden aktuell in Langenhagen gebaut? Mit einer Besuchstour auf den Baustellen hat sich Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter und Sprecher für Baupolitik, direkt informiert. Auf der Tour wurde er begleitet von den Ratsmitgliedern Wolfgang Langrehr und Sven Seidel sowie Cornelia Lütge, Mitglied im Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen mbH. Beginn der Tour war Wiesenau. Hier baut die KSG. An der Freiligrathstraße war vor Kurzem Baubeginn für Abschnitte mit 23 und 50 geförderten Wohnungen. Unter anderem sollen Wohnungen für Senioren entstehen. An der Walsroder Straße, Ecke Stadtparkallee, entsteht weiterer Geschosswohnungsbau. Allein die KSG investiert hier 15 Millionen Euro in 60 Wohnungen. Daneben baut Helma für die Volksbank Hannover mehrere Dutzend Mietwohnungen.
„Wir kombinieren für den Bau Fördermittel des Landes Niedersachsen und der Kommune“, erklärt KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range. Über die mittelbare Belegung stellt die KSG für die Förderung an anderer Stelle in Langenhagen für einen Quadratmeter geförderten Wohnraum 1,5 Quadratmeter zur Verfügung – so werden weitere 3.700 Quadratmeter Wohnraum mit Belegrechten versehen. In den nächsten Jahren will die KSG 2.000 neue Wohnungen in der Region Hannover bauen. Davon sollen 50 Prozent gefördert entstehen. Das Mietniveau reiche im Neubau von 5,60 Euro pro Quadratmeter bei Förderung und mehr als zehn Euro im frei finanzierten Bereich. Die Firma Saccullo Massivhaus baut auf einem 10.000 Quadratmeter großem Grundstück auf dem zweiten Baufeld an der Walsroder Straße sechs Gebäude. „Wir bauen 93 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten“, berichtet Geschäftsführer Antonino Saccullo, „20 Wohnungen werden von der Stadt Langenhagen gefördert."
In der Tiefgarage entstehen 142 Stellplätze. Die Gebäude werden im Energiestandard KfW 55 erstellt. 
Das Weiherfeld ist fast vollständig bebaut. Am Seestädter Platz hat die KSG mit dem Bau von 56 Wohnungen begonnen. Die Hälfte davon soll als Eigentumswohnungen verkauft werden. Nur am Kaltenweider Platz liegt zwischen Bahnstrecke und REWE-Markt noch eine unbebaute Fläche. Ab Herbst 2017 sollen sich hier die Kräne drehen. „P und D Wohnkonzepte GmbH“ hat das Areal entwickelt und will auf den 12.000 Quadratmetern Wohnungen bauen lassen. Die Pläne hierfür hat das Architektenbüro RTW aus Hannover gezeichnet. „100 Wohneinheiten mit knapp 7.000 Quadratmetern werden hier entstehen“, berichtet RTW-Geschäftsführer Peter Teicher. Davon werden 42 Wohnungen im geförderten Bereich gebaut. Diese übernimmt die hannoversche RESTAURA Wohnen GmbH. „Für den Bau nutzen wir Wohnraumförderung vom Land, der Region Hannover und der Stadt Langenhagen“, sagt Geschäftsführer Peer-Oliver Pülm. Damit sollen Ein-Personen-Wohnungen mit 45 Quadratmetern, Wohnungen für zwei Personen mit 60 Quadratmetern und Wohnungen für Familien mit knapp 70 Quadratmetern errichtet werden. Die RESTAURA ist ein Beteiligungsunternehmen der Moses-Mendelssohn-Stiftung mit einer starken Ausrichtung auf soziale Immobilienprojekte.
38 Wohnungen im freifinanzierten Bereich in drei Objekten übernimmt die KSG. Zum Kaltenweider Platz soll ein markanter Kopfbau mit 20 Wohnungen, einer Arztpraxis und zwei Gewerbeeinheiten entstehen. Verbunden wird der Komplex aus sieben Gebäuden durch eine Tiefgarage, die mit einem Lichtband mit Tageslicht ausgeleuchtet wird. Insgesamt soll das Ensemble den Raum am Kaltenweider Platz mit ansprechender Architektur fassen.
Marco Brunotte fasst zusammen: "Anfang 2017 gab es in Langenhagen 732 Wohnungen mit Belegrechten. Seit dem Jahr 2013 stellt die Stadt Langenhagen auch eigene Mittel zur Wohnraumförderung zur Verfügung, um in Kombination mit Landesförderung und Mitteln der Region Hannover die Anzahl der Belegrechte stabil zu halten und auszubauen."
Aktuell stelle das Land Niedersachsen 800 Millionen Euro über den Wohnraumförderfonds für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung. So solle auch dem drastischen Rückgang an Belegrechten entgegengewirkt werden. In den nächsten fünf Jahren laufen von 90.000 Belegrechten in Niedersachsen zwei Drittel aus. „Wohnen ist ein Thema für politisches Handeln“, betont Marco Brunotte, „besonders für die Menschen, die sich nicht aus eigener Kraft auf den Wohnungsmärkten versorgen können.“ Deshalb freue er sich über die vielfältigen Neubauten in Langenhagen.