Maria Flachsbarth verteidigt Minister Schmidt

Reinhard Grabowsky und Maria Fachsbarth in der Diskussion zum Thema Tierwohl und Verbraucherschutz. (Foto: G. Gosewisch)

Diskussion zum Verbraucherschutz beim CDU-Stadtverband

Krähenwinkel (gg). „Nun macht doch mal was!“, hat Maria Flachsbarth nach eigenen Aussagen in den vergangenen Monaten häufig von Kritikern gehört. Als parlamentarische Staatssekretärin im Bundes-Landwirtschaftsministerium gehört sie zum Führungsteam um Minister Christian Schmidt. Sie vertritt seinen Kurs, nicht nur bei Erklärungen vor Bundestag und Bundesrat, sondern auch in der Öffentlichkeit. Letzterer stellte sie sich auf Einladung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Reinhard Grabowsky im Dorfgemeinschaftshaus. „Neue Wege für mehr Tierwohl“ zeigte sie in ihrem Vortrag zur Nutztierhaltung auf. Sie führte aus: „Der Minister setzt auf verbindliche Freiwilligkeit der Landwirte, nicht auf neue Gesetze“ und „Unsere Linie ist, Verhandlungspartner zusammenzubringen. Ein Beispiel ist die neue Kooperation des Bauernverbandes mit dem Lebensmittelhandel zur Gründung eines Fonds. Der Einzelhandel zahlt vier Cent je verkauftem Kilo Fleisch ein, ausgezahlt wird an Landwirte, die in bessere Tierhaltung investieren.“ Maria Flachsbarth räumt ein, dass dieser Kurs keine großen schnellen Veränderungen bringen wird. Bestimmungen, verordnet vom Bund, würden jedoch zu kurz greifen, denn der EU-Rahmen enge den Handlungsspielraum ein und eine aus Deutschland verdrängte Tierproduktion verlagere das Tierwohl-Problem noch mehr als bisher in das Ausland. Wie weitreichend das Thema aus Verbrauchersicht ist, belegten Publikumsfragen zum Freihandesabkommen TTIP, zu den gesetzlichen Preisvorgaben für Lebensmittel, zu dem Antibiotika-Einsatz in der Tierproduktion oder zu dem Zulassungsverfahren für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat.