Martin Bergau verlässt den Kirchenkreis

Koordiniert demnächst die Seelsorge in der Landeskirche: Superintendent Martin Bergau, hier mit seiner Ehefrau Gertrud Corman-Bergau.

Zum 1. April 2013 wechselt der Superintendent zur Landeskirche

Langenhagen. Superintendent Martin Bergau verlässt den Kirchenkreis Burgwedel‐Langenhagen zum 31. März des kommenden Jahres: Zum 1. April 2013 wird er die Koordination der Seelsorge innerhalb der Landeskirche in Verbindung mit der Gründung eines neuen Seelsorgezentrums übernehmen. Er freue sich sehr auf die Herausforderungen der neuen Aufgabe, teilte Martin Bergau am Montagabend den Mitgliedern des Kirchenkreistages mit; gleichzeitig sei ihm aber auch bewusst, dass die Jahre im Kirchenkreis Burgwedel‐Langenhagen die schönsten seines beruflichen Lebens gewesen seien. „Ich habe in unseren Gemeinden engagierte und fröhliche Christen angetroffen“, so der Superintendent. „Die Aufgaben hier sind vielfältig, und sie sind in den vergangenen Jahren weiter gewachsen.“
Im Jahr 2003 wählten die Mitglieder des damals amtierenden Kirchenkreistages Martin Bergau zum Superintendenten; zuvor war er als Stadtjugendpastor im Stadtkirchenverband Hannover, als Krankenhausseelsorger in der Paracelsus‐Klinik und im hannoverschen Oststadtkrankenhaus sowie als Gemeindepastor in Hannover‐Buchholz tätig gewesen. „Ich habe in meinem bisherigen Berufsleben in vielfältigen Aufgabenfeldern unserer Landeskirche in der Begleitung von Menschen gearbeitet“, zieht Martin Bergau zum Ende seiner Amtszeit im hiesigen Kirchenkreis eine Zwischenbilanz. „Diese Vielfalt ist das Schöne im Beruf als Pastor und Seelsorger; und gerade dieser Schatz an Erfahrungen hat mich gelockt, auf das neue Arbeitsfeld zuzugehen.“
Während seiner knapp zehnjährigen Tätigkeit im Kirchenkreis Burgwedel‐Langenhagen lag Martin Bergau insbesondere die Weiterentwicklung der Visitationspraxis am Herzen: Es war ihm ein Anliegen, gemeinsam mit den Gemeinden Ziele und Perspektiven zu erarbeiten und möglichst viele – gleichermaßen Haupt‐ und Ehrenamtliche – an diesem Prozess zu beteiligen. Ein weiteres Anliegen ist es ihm, die Diakonie wieder stärker in das Bewusstsein der Gemeinden zu rücken und nicht ausschließlich in die Hand spezieller Einrichtungen zu geben: „Die Gemeindediakonie stärkt unser evangelisches Profil, denn die Zuwendung zum Nächsten ist eine Kernaufgabe der Kirche.“ Auch eine Reihe weiterer Arbeitsbereiche haben in den zurück liegenden zehn Jahren einen hohen Stellenwert in der Arbeit des Superintendenten eingenommen: die Förderung der regionalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, die Arbeit der Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft, die Partnerschaft mit dem südafrikanischen Kirchenkreis Odi, der enge Kontakt zur gesellschaftlichen Öffentlichkeit, die Kirchenmusik, eine bewusste Öffentlichkeitsarbeit. Auch das regelmäßige Feiern von Gottesdiensten war ihm immer ein Anliegen: „Der Gottesdienst in unterschiedlicher Gestalt bleibt der Puls einer Gemeinde – wir haben eine gute Botschaft, und wir wollen gerne darüber reden.“
Im kommenden Frühjahr wird Martin Bergau einen gut aufgestellten Kirchenkreis an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger übergeben – das hat einmal mehr die Stellungnahme der Landeskirche zu den Konzepten und Konzeptionszielen des Kirchenkreises für den Planungszeitraum bis 2016 gezeigt: Mehrere Konzepte für verschiedene Handlungsfelder sind in die Liste der Best‐Practice‐Beispiele der Landeskirche aufgenommen worden. Zurzeit erarbeitet Martin Bergau in Absprache mit der Landeskirche und dem Pfarrkonvent des Kirchenkreises eine Übergangsregelung für die Leitung des Kirchenkreises; seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger wird dann auf Vorschlag des Landeskirchenamtes durch den Kirchenkreistag gewählt. Wann die Nachfolge geregelt sein wird, lässt sich im Moment noch nicht sagen; erfahrungsgemäß wird dieser Prozess mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Die Suche nach einem Nachfolger wird wohl mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen; bis dahin soll eine Übergangsregelung greifen.