Martinsball mit feinem Humor gestaltet

Roman Sickau überzeugte mit Witz und Ironie beim Martinsball-Musical. (Foto: G. Gosewisch)

Pastoren, Elizas und Akrobatik im Musical

Langenhagen (gg). Mit echten Gassenhauern war das Musical gespickt, das die Pastoren Bettina Praßler-Kröncke und Torsten Kröncke, Prädikantin Rita Kischlat und die Eliza Singers den Gästen des Martinsballs boten. Eingängige Melodien waren in ein kleines Schauspiel auf der Gemeindehaus-Bühne eingebunden. Martin Luther, gespielt von Roman Sickau, und seine Käthe, gespielt von Rita Kischlat, schwelgten in Erinnerung. Gemeinsam schauten sie in ein Fotoalbum und plauderten mit einem Zeitsprung, als seien nicht 500 Jahre, sondern nur ein paar Monate vergangen. So nörgelte Käthe, als Martin die Thesen anschlug, dass 95 doch eine blöde Zahl sei. 96 wären doch auch nett gewesen? Natürlich war ein Logo des Fußballvereins zur Hand, was von den Zuschauern natürlich bejubelt wurde. Gags dieser Art kamen am laufenden Band, die Songtexte hatte Rita Kischlat herrlich passend umgedichtet. Supentintendent Holger Grünjes und Diakonin Beate Granobs gaben einen adaptierten Loriot-Sketch zu besten. Akrobatik vom Feinsten zeigten Nina und Angelina aus dem Zirkus Hermine, eine Einrichtung in der Elisabeth-Gemeinde. Als das Pastorenehepaar Kröncke, verkleidet als Cindy und Bert, den umgedichteten Schlager „Immer wieder Sonntags, kommt die Erinnerung“, schmetterten, gab es unter den Zuschauern kein Halten mehr. Alle waren begeistert, kamen aus dem Lachen erst wieder raus, als alle gemeinsam den Abba-Song „Thank you for the music“ sangen, als Dankeschön an die Eliza Singers.
Seit 2006 gibt es den Martinsball in der Elisabethgemeinde. Bettina Praßler-Kröncke ist selbst erstaunt, welche Dynamik inzwischen entstanden ist. Cindy und Bert haben schon Kult-Status. Die Pastorin nimmt es mit Humor: „Wir werden ganz viel darauf angesprochen. Dann soll es so auch weitergehen.“