Martinsglocken abgehängt

Herforder Glockenbauer hängen die 770 Kilkogramm schwere Glocke im Martinskirchturm ab.

Engelbostel und Schulenburg haben zwei Jahre lang für Sanierung gesammelt

Engelbostel/Schulenburg. „Endlich geht es los“, freut sich Pastor Rainer Müller-Jödicke. Zwei Jahre lang hatte die Martinskirchengemeinde Spenden gesammelt, um den Glockenstuhl zu sa-nieren. Durch eine Spendenaktion, viele Traukollekten, einige Großspenden und den Aufruf einer Trauerfamilie zu einer Anlassspende kann nun die Maßnahme bezahlt werden, die 16.167,94 Euro kostet. „Ganz viele Menschen haben gezeigt, dass unser Turm eine Stimme braucht und ihnen die Sicherheit der Glocken wichtig ist“, freut sich der Pastor. Nun habe der Glockenbeauftragte der Landeskirche ein Ausschreibungsverfahren geleitet und die Herforder Elektromotorenwerke auf den Turm geschickt, die auch die umliegenden Glockentürme betreuen.
Zwei Mitarbeiter aus Herford haben jetzt die beiden kleineren Glocken abgehängt, um deren beide Joche in der Werkstatt überarbeiten zu können. Mit Hilfe eines Kettenzuges haben sie die siebenhundert Kilogramm schweren Glocken auf einem tragenden Balken im Turm abgestellt. „Unsere älteste Glocke wurde noch einmal geprüft und darf in den nächsten Wochen weiter geläutet werden, sie wird alleine die Gottesdienste einläuten“, erklärt Müller-Jödicke. Bis zum Advent sollen dann auch die Läute- und Seilräder ausgetauscht werden, damit in Engelbostel am Heiligen Abend die Weihnachtsglocken wieder sicher geläutet werden können.