Mehr Eigenverantwortung

Grüne setzen auf das Verursacherprinzip

Langenhagen. In der Debatte über die Grüngutannahme auf dem städtischen Betriebshof setzt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dirk Musfeldt, auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. „Ich halte es für sinnvoll, dass jeder zunächst sprichwörtlich vor seiner Türe kehrt“, so Musfeldt. Die Stadt müsse sich nicht um alles Denkbare, sondern nur um diejenigen Angelegenheiten kümmern, die sie besser als der Einzelne erledigen könne – das sei hier jedoch nicht der Fall.
„Es ist nicht sinnvoll, dass ich den Rasenschnitt zum Betriebshof fahre, mir dadurch Biosäcke für 39 Cent spare und die Stadt Langenhagen dann das Grüngut mit 34 Euro je Tonne plus Containerkosten entsorgen muss“, erläutert Musfeldt. Die Übernahme der Kosten durch die Allgemeinheit sei die Umkehrung des Verursacherprinzips.
In der Vergangenheit sei die Beaufsichtigung des Grüngutcontainers häufig vernachlässigt worden, um Personalkosten zu sparen. Dadurch seien Fremdstoffe wie Müllsäcke im Container gelandet. „Auf den Wertstoffhöfen von aha sind die Container genau wie auf den Grüngutannahmestellen aus guten Gründen unter Aufsicht“, so Musfeldt. Für die Leistungen von aha würden jedoch Abfallgebühren gezahlt, das Personal auf dem Betriebshof gehe zu Lasten der städtischen Finanzen.
An den drei Grüngutannahmestellen im Stadtgebiet gebe es auch sonnabends die Möglichkeit, Baum- und Strauchschnitt kostenlos abzugeben. Rasenschnitt könne in Biosäcken oder auf den aha-Wertstoffhöfen entsorgt werden. „Mit dem neuen Wertstoffhof Nord am Kiebitzkrug werden wir hier bald noch eine weitere Verbesserung haben“, hofft Musfeldt.

 auf anderen Webseiten