Mehr-Generationen-Haus gestärkt

Der Moment der Unterschrift von Caren Marks (links) und Cornelia Rundt zur MGH-Vereinbarung wurde von mehreren Nachrichtensendern aufgezeichnet. (Foto: G. Gosewisch)

Caren Marks und Cornelia Rundt unterzeichnen Vereinbarung

Langenhagen (gg). Nun ist es offiziell: Für das Mehr-Generationen-Haus (MGH) an der Konrad-Adenauer-Straße 15d stehen Bund und Land finanziell ein. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nun von Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, und Cornelia Rundt, Niedersächsische Sozialministerin, abgeschlossen. Beide lobten in einer kleinen MGH-Feierstunde das ehrenamtliche Engagement und die Arbeitsergebnisse der Mitarbeiter. „Wir wollen die Erfolgsgeschichte weiterschreiben“, sagte Caren Marks mit Blick auf die vielfältigen MGH-Gesprächsangebote, die Menschen zusammenbringen, die sich sonst nicht begegnen. Sie erklärte weiter: „Alltagsprobleme werden auf kommunaler Ebene bewegt. Hier können Bund und Land stärkend wirken, ohne die Bewegungsfreiheit in der täglichen Arbeit einzuschränken.“
Es ist die erste Vereinbarung dieser Art, sie gilt für ganz Niedersachsen. Entsprechend Zeichen setzend war der Moment der Unterschrift am Montagmittag in Langenhagen. Die Bundesförderung bezieht sich auf 550 Mehr-Generationen-Häuser in ganz Deutschland. 17,5 Millionen jährlich sind für die Dauer von vier Jahren fest zugesagt, und diese Verbindlichkeit ist neu. Schon seit 2006 fördert der Bund, in Kooperation mit dem Land und den jeweiligen Kommunen die MGHs. Cornelia Rundt lockerte die Stimmung gekonnt auf. In ironischer Abwandlung der Trumpschen Superlative sagte sie: „Wir haben schon gewitzelt. Dies hier ist ein Beispiel für Niedersachsen-first.“ Sie versprach, dass die formelle Voraussetzung für die MGH-Förderung, die Niedersächsische Förderrichtlinie, in Arbeit sei.
„Wir freuen uns und sind ganz besonders stolz, dass unsere Arbeit Früchte trägt“, sagte Christine Paetzke-Bartel, MGH-Leiterin am Rande der Feierstunde. Nach Jahren des Bangens um die nächste finanzielle Zuwendung, stelle sich nun Sicherheit ein. Seitens der Stadt Langenhagen ist diese Sicherheit mit dem haushaltsunabhängigen Zuschuss schon seit einiger Zeit hergestellt. „Eine ganze Menge war zu tun“, sagte sie rückblickend zur Herbeiführung der neuen Bundesförderung. So sei zunächst ein Interessenbekundungsverfahren im Mai letzten Jahres gelaufen. Für das Langenhagener MGH hat sie aufgezeigt, wie dem demografischen Wandel konzeptionell begegnet wird. Nach der Bestätigung durfte sie im Oktober einen Antrag auf Bundesförderung stellen.