Mehr Ladesäulen sind denkbar

Millionen aus Klimafonds werden umverteilt

Langenhagen (gg). Hannover soll eine führende Region für E-Mobilität werden, so die aktuelle Ankündung von enercity, die nun von der Langenhagener Stadtverwaltung kommentiert wird. „Das Netz öffentlicher Ladestationen ist noch nicht optimal. Die E-Mobilitätsoffensive von enercity bietet uns die Möglichkeit, weitere öffentliche Ladestationen zu schaffen“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Tatsächlich gehe es um große Fördersummen, 7,5 Millionen Euro in drei Jahren, bestätigt Langenhagens Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke. Dass die neue Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Susanne Zapreva, einen so starken Kurswechsel vorgenommen habe, sei erstaunlich und eher als Alleingang zu verstehen. Dabei gehe es um Geld, das von der Stadt Hannover und von fünf Regionskommunen (Langenhagen, Laatzen, Hemmingen, Seelze und Ronnenberg) in den Klimafonds eingezahlt wird. Völlig unklar ist derzeit, welche Ladesäulen an welchen Standorten zu finden sein werden. „Das wird noch erarbeitet“, erklärt Marlies Finke zur Arbeit der Proklima-Geschäftsstelle, die über rund zehn Mitarbeiter verfügt und selbst eine erhebliche Kostenstelle (rund eine Million Euro pro Jahr) darstellt. Bürgermeister Mirko Heuer sagt: „Gut ist, dass Proklima die Infrastruktur plant. Denn nicht überall ist alles möglich. Man muss schauen, wo etwas sinnvoll ist.“ In Langenhagen sind rund 40.000 Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor und 58 Fahrzeuge mit Elektroantrieb angemeldet.