Mehr Platz für die Fachärzte der Stadt

Chice und moderne Wohnungen und Arztpraxen sollen am City Center gebaut werden.

Investor will 25 bis 30 Millionen Euro in Ärztehaus und Wohnungen am City Center stecken

Langenhagen (ok). Es ist ein sportliches Angehen: Schon im Januar 2018 soll das neue „Ärztehaus am City Center“ stehen. Projektentwickler Klaus Stork aus dem Schwarzwald geht von einem Investitionsvolumen von 25 bis 30 Millionen Euro aus. Der Bauingenieur hat seit 1996 schon mehrere Projekte, zumeist als Technischer Bauherr, in Langenhagen realisiert – beispielsweise an der Münchner Straße – kennt sich in der Flughafenstadt aus. Auf die Idee hat ihn allerdings Apotheker Carsten Lambrich gebracht, dem die fachärztliche Versorgung am Herzen liegt. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Plänen für ein Ärztehaus am City Center, jetzt scheinen sie Gestalt anzunehmen. „Die hausärztliche Versorgung soll in der gesamten Stadt gesichert bleiben, mir geht es um die Fachärzte“, macht Lambrich deutlich. Mehr als ein Dutzend Interessenten hat er nach eigenen Angaben schon an der Angel, verspricht sich von den Mietern auf insgesamt 3.000 Quadratmetern eine Menge Synergieeffekte. Die Größen der Praxen in dem siebenstöckigen Komplex variieren stark, liegen zwischen 150 und 800 Quadratmetern. Der Apotheker hat bei vielen von ihnen wegen modernerer Geräte einen erhöhten Platzbedarf ausgemacht. Auch ambulantes Operieren ist ein Thema. Dafür werde auch viel Raum benötigt; Raum, den das Ärztezentrum bieten kann. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Ärzte abwanderten. Mit Stork ist er schon lange in Kontakt, jetzt scheint sich das Projekt an dieser nicht einfachen Stelle realisieren zu lassen. Immerhin fällt ja die Hälfte des CCL-Parkplatzes weg, Und: Der Platz war einmal im Jahr fürs Schützenfest reserviert. Für die Mieter wird es in Tiefgaragen Stellplätze geben; das innerstädtische Konzept in Sachen Parkplätzen muss aus Sicht Lambrichs gründlich überdacht werden. Und auch für die Schützen scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Stadtbaurat Carsten Hettwer sagte auf Nachfrage des ECHO, dass sie die Fläche des ehemaligen Grünwald-Centers nutzen könnten. Das sei aber in diesem Jahr noch nicht nötig. Was den Baufortschritt angeht, so ist der Stadtbaurat allerdings nicht so optimistisch wie Stork. Der Projektentwickler geht davon aus, mit einem gültigen Bebauungsplan schon im September starten zu können. Noch ist das Ganze aber nicht in den politischen Gremien diskutiert worden, und im Spätsommer stehen Kommunalwahlen vor der Tür. Es gibt viele positive Stimmen gibt, aber zumindest beim unabhängigen Ratsherrn Wilhelm Behrens regt sich Widerstand. Er hat sogar einen Antrag eingebracht. Nur, ob der ab November in der neuen Legislaturperiode überhaupt noch Relevanz hat, ist die große Frage.
Aber das Ärztehaus ist nicht der einzige Bau, der geplant wird. In der Fortsetzung des Riegels zwischen Schützenstraße und Ärztehaus soll Wohnraum auf sechs Etagen mit etwa 30 bis 70 Quadratmeter großen Appartements geschaffen werden. Es sollen bezahlbare und citynahe Appartements und Kleinwohnungen für Auszubildende, Studenten, Monteure, Pendler, Singles und Rentner im Sinne des Bundesbauministeriums entstehen. Das heißt im Klartext, dass durch den Bau von Fahrradgaragen im Erdgeschoss des Gebäudes sowie die Nähe zur S-Bahn und zum CCL auf indidviduellen Autoverkehr weitestgehend verzichtet werden soll.
Mieter für Arztpraxen und Wohnungen zu finden, werde sicher kein Problem sein. Die Nachfrage sei besonders im Zentrum Langenhagens groß. Lambrich: „Allerdings ist Eile geboten, da die Interessenten für das Ärztehaus Planungssicherheit brauchen und auch in ihren bestehenden Mietverhältnissen Kündigungsfristen beachten müssen.