Mehr Schutz für Radler

ADFC setzt sich für Verbesserungen ein

Langenhagen. Die Sicherheit der Radler im Straßenverkehr hat der ADFC-Ortsverein im Blick, insbesondere an Stellen, wo es bereits häufig zu Unfällen gekommen ist. "Die Parkplatz-Ausfahrten am Silbersee zählten zu den drei Stellen mit den meisten Unfällen zwischen Pkw- und Radfahrern, die der Polizei bekannt wurden", sagt ADFC-Sprecher Reinhard Spörer. Durch den früher hohen und sehr unübersichtlichen Bewuchs konnten Radler und Pkw-Fahrer sich nicht rechtzeitig sehen, und es krachte dort häufig. "Sehr rasch hat dort die Stadtverwaltung in einer vorbildhaften Aktion die hohen sichtbehindernden Büsche entfernt, dort auf Dauer niedrigen Bewuchs angepflanzt und zur besseren Übersicht neue Halteverbotsschilder aufgestellt. Diese bisherige Schwerpunkt-Unfallstelle sollte also weitestgehend entschärft sein, insgesamt eine beispielhafte Aktion. Trotzdem sollten alle Verkehrsteilnehmer weiter auf die üblichen Verkehrsregeln achten", meint Reinhard Spörer.
Häufige Unfälle zwischen Autofahrern und Radlern habe es auch an der L190 an der Tankstelle Kiebitzkrug und an der Fabrikzufahrt nebenan gegeben. "Es gibt dort einen breiten Radweg, auf einer Seite, so dass Radler von beiden Seiten kommen – und leicht von Autofahrern beim Verlassen der Tankstelle übersehen werden. Ein häufiges Rums war die Folge! Der Tankstellenbetreiber hat nach einem Gespräch mit dem ADFC wirklich sehr schnell reagiert und umgehend auf der Tankstelle zwei Schilder aufgestellt, die auf die Vorfahrt der Radler aus beiden Richtungen hinweist", stellt der ADFC-Sprecher fest.
An Langenhagens Fahrrad/Pkw-Hauptunfallschwerpunkt habe sich allerdings fast nichts geändert: die Parkplatz-Ausfahrt Elisabeth-Arkaden an der Walsroder Straße. Der ADFC schlägt hier Vorfahrts- oder Stoppschilder für die Pkw oder weiße Stopp-Markierungen auf der Fahrbahn vor.
An vielen Stellen im Stadtgebiet seien rote Radwege sinnvoll, um für erhöhte Aufmerksamkeit zu sorgen.