Mehr Vielfalt im „Bauch Langenhagens“

Ist zurzeit fast jeden Tag in der Europa-Markthalle: Architekt Wilfried Feise aus Hildesheim. (Foto: O. Krebs)

Umbau der Europa-Markthalle soll bis Jahresende abgeschlossen sein

Langenhagen (ok). Erlebnisgastronomie – ein Begriff, der nicht so klar umrissen ist. Und so scheint auch der Aufenthalt in der Europa-Markthalle während der Umbauphase eine Art Erlebnisgastronomie zu sein. Hämmern, bohren und sägen hält sie jedenfalls nicht von einem Besucht im „Bauch Langenhagens“ ab. Für Architekt Wilfried Feise aus Hildesheim, der die Bauarbeiten im Bestand seit etwa eineinhalb Jahren koordiniert, ein Phänomen. Er hätte lieber die geräumte Markthalle umgebaut, das wäre seiner Meinung nach wesentlich schneller gegangen. Aber Ende des Jahres soll jetzt alles erledigt sein; in die obere Etage kommen außer den Arztpraxen noch Büros, an weiterer Gastronomie im Erdgeschoss ist zum Beispiel noch ein Asiate und ein Geschäft mit Wurstspezialitäten vorgesehen, genauso ein Bankomat. Die Mischung mache es einfach. Die Decke ist insgesamt höher gehängt worden. Das gibt mehr Raumgefühl“, sagt Architekt Wilfried Feise. Die Toiletten würden noch auf Vordermann gebracht. Vielfältigkeit sei einfach die Grundidee und mache den Charakter und die Lebendigkeit einer Markthalle aus. Vitalität sei angesagt. In Richtung Stadtbahn soll die Europa-Markthalle mit Falttüren geöffnet werden. Ganz wichtig für ihn ist die Barrierefreiheit, die Markthalle sollte möglichst von allen Seiten her ebenerdig betreten werden können. Die Markthalle Langenhagen GmbH investiert jedenfalls krätig; allein die neue Lüftungsanlage kostet etwa eine Million Euro. Zug um Zug würden jetzt die einzelne Geschäfte nach dem Umbau wieder- oder neueröffnet. Aber noch gibt es auch Leerstände. Zuständig für die Vermarktung ist Alfa Immobilien aus Hildesheim.