Mehr Zeit für die Inklusion

Marco Brunotte: Gutzmannschule in Langenhagen kann erhalten bleiben

Langenhagen. Die Rot-Grüne Regierungskoalition und die Niedersächsische Landesregierung geben der schulischen Inklusion mehr Zeit: „Die Förderschulen Sprache bleiben in Niedersachsen erhalten“, teilt Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD aus Langenhagen, mit. Das Bildungschancengesetz, das im Februar 2015 in den Landtag eingebracht und im Juni von der Koalition beschlossen werden soll, werde in diesem Punkt angepasst, erklärt Marco Brunotte. Das trifft in Langenhagen für die Gutzmannschule zu.
„Diese Entscheidung unserer Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ist richtig und verdient Respekt. Der Dialogprozess zum Bildungschancengesetz hat ergeben, dass Eltern und Pädagogen den Erhalt der Förderschulen Sprache, der Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Sprache an Grundschulen wünschen. Wenn Inklusion mehr Zeit braucht, dann wollen wir uns für diese große Aufgabe im Sinne der Schülerinnen und Schüler auch mehr Zeit nehmen“, betont Marco Brunotte.
Die rot-grüne Regierungskoalition und die Landesregierung seien sich einig, die neun bestehenden Förderschulen Sprache und die Sprachheilklassen an den Grundschulen in Niedersachsen zu erhalten. Also auch die Gutzmannschule in Langenhagen mit dem Förderschwerpunkt Sprache. „Es ist deutlich geworden, dass alle Beteiligten die Inklusion wollen, aber auch mehr Zeit brauchen. Wir wollen diesem Prozess deshalb die Zeit geben, die erforderlich ist, um niemanden zu überfordern. Unsere Politik setzt auf Kooperation, deshalb respektieren wir den Wunsch von Eltern und Pädagogen, die Förderschulen Sprache und die Sprachheilklassen zu erhalten. Aus diesem Grund geben wir den bestehenden Schulen Bestandsschutz“, sagt Marco Brunotte.
Darüber hinaus behalten Förderschulen die Aufgaben von sonderpädagogischen Förderzentren. Für die geplanten neuen Regionalstellen für schulische Inklusion (ReSchl) wird auf Wunsch Beteiligter aus dem Dialogprozess mehr Zeit für die Weiterentwicklung der Konzepte im Detail eingeräumt.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte betont: „Die schulische Inklusion eignet sich nicht für Parteipolemik auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf. Das hat für Verunsicherung gesorgt. Ich stehe für Information und sachliche Auseinandersetzung. Für uns Sozialdemokraten bleibt die schulische Inklusion eine große Aufgabe, die wir Schritt für Schritt erfüllen wollen.“
Die SPD-geführte Landespolitik sei sich den Problemen bei der Umsetzung der Inklusion bewusst, betont Marco Brunotte. Seitdem Deutschland die UN-Konvention zur Inklusion im Jahr 2009 ratifiziert hat, habe die CDU-geführte Vorgängerregierung viel Zeit verstreichen lassen und sich nicht um deren Umsetzung gekümmert. „Das müssen wir jetzt nachholen“, sagt Brunotte. Die Landesregierung stelle 1,3 Milliarden Euro in den nächsten Jahren für die Inklusion zur Verfügung. Die SPD habe gerade dafür gesorgt, dass die Mittel um weitere 80 Millionen Euro aufgestockt würden.