„Menschlich belastet“

Gesine Saft bleibt im Ehrenamt aktiv, gibt ihr Ratsmandat aber auf. (Foto: G. Gosewisch)

Gesine Saft beendet Arbeit im Rat

Langenhagen (gg). Nach 25 Jahren ist Schluss. Ratsfrau Gesine Saft gibt bekannt, dass sie bei der Kommunalwahl am 11. September für die CDU nicht mehr kandidieren wird. „Die letzten Jahre im Rat haben mich menschlich belastet“, erklärt sie im Gespräch mit dem ECHO. Der Ton sei rauer geworden. Nicht nur im Rahmen der Sitzungen unter den Fraktionen. Insbesondere die Schmähungen, Vorwürfe der Unehrlichkeit, die sie bei Bürgerversammlungen adressiert an die Kommunalpolitiker allgemein gehört habe, haben ihr Verdruss bereitet. „Wir geben uns Mühe für die Gemeinschaft, aber das wird nicht anerkannt“, sagt sie. Aber auch die Ratsarbeit an sich habe sich verändert. Fraktionsübergreifend sei vor einigen Jahren noch agiert worden, das sei vorbei. In diesem Zusammenhang nennt sie das Frauenbündnis, das unabhängig von der Parteizugehörigkeit viel Gutes bewirkt habe. Frauenförderung und Soziales seien Themen gewesen, denen sie sich besonders gewidmet habe – mit christlichem Grundverständnis. Zehn Jahre lang hat sie den CDU-Stadtverband als Vorsitzende geführt. Gesine Saft will an ehrenamtlicher Tätigkeit weiter festhalten: Engagement als Lektorin, als Botschafterin des DRK-Präsidiums der Region Hannover, als engagierte Aufklärerin über das Schicksal des DRK-Gründers Henry Dunant und nicht zuletzt als CDA-Kreisvorsitzende und Mitglied im Bundesvorstand der CDA-Frauen. „Ich blicke mit zwei lachenden Augen in die Zukunft“, erklärt Gesine Saft zur ihrem Privatleben. Zwei Enkelsöhne, vier und sechs Jahre alt, fordern ihre Präsenz.