Messstation liefert Wetterdaten

Zwei Anzeigetafeln im Forum der IGS zeigen die Leistung der Photovoltaik-Anlage und die Messdaten der Wetterstation, für die Karlheinz Niescken verantwortlich ist. Foto: A. Hesse

IGS investiert die ersten Gewinne aus der Photovoltaik-Anlage

Langenhagen (he). Ist das Wetter in Langenhagen übermorgen gut genug für eine Partie Boule – oder plant man besser einen Besuch im Hallenbad? Wer auf derartige Fragen eine Antwort sucht, kann ab sofort die Homepage der IGS Langenhagen bemühen. Über den Link „Wetter- und
Energiedaten“ lässt sich eine Wettervorhersage für die kommenden drei Tage abrufen – speziell für Langenhagen und Umgebung.
Möglich gemacht wird der neue Service durch eine Wetterstation, die zusätzlich zu der bereits bestehenden Solaranlage auf dem Dach der Schule installiert wurde. Die aktuellen Daten aus der Energieerzeugung und von der Wetterstation werden auf zwei Anzeigetafeln im Forum der Schule übertrgen; hier werden Außentemperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und -richtung sowie die Luftfeuchte angezeigt; außerdem die Momentanleistung der Photovoltaik, Tages-
leistung, Gesamtleistung und CO2-Einsparung. Alle 15 Minuten werden die Daten darüber hinaus ins Internet übertragen und dort gespeichert. Gesammelt und verarbeitet werden die Daten von der Firma Meteocontrol; sie können auch noch nach mehreren Jahren im Unterricht ausgewertet werden. „Diese Möglichkeit ist für das Thema Statistik genauso interessant wie für das Fach Erdkunde“, sagt Lehrer Karlheinz Niescken, der für Aufbau und Betrieb der Wetterstation verantwortlich ist. Er hatte auch angeregt, die ersten Gewinne aus der Photovoltaikanlage der Schule in die Wetterstation zu inves-
tieren – und ihm schwebt schon die nächste Erweiterung vor. „Wir würden gerne ein Windrad zur Energieerzeugung installieren“, sagt er; dazu ist es allerdings erforderlich, zunächst verlässliche Wetterdaten zu gewinnen. Die neue Wetterstation wird diese Daten liefern.
Rund 6.000 Euro hat die Wetterstation samt Anzeigetafel gekostet; der Großteil dieser Summe wurde durch die Einnahmen aus der Solaranlage finanziert. Darüber hinaus gab es Unterstützung von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie und von der Stadt Langenhagen. Vor einigen Wochen wurde die IGS Langenhagen auch in den Klimaschutzschulen-Atlas aufgenommen, eine Übersicht des Bundes-
umweltministeriums über Schulen, die Solaranlagen und Wetterstationen betreiben.
„Wir sind eine der ganz wenigen Schulen in Deutschland, die sowohl eine Solaranlage als auch eine Wetterstation betreiben und zusätzlich noch Aktionen zum Umweltschutz organisieren“, sagt Karlheinz Niescken. Und er wird auch weiterhin am Ball bleiben: Wenn die bestehende Photovoltaik-Anlage ausreichend Gewinn erwirtschaftet hat, sollen weitere Module zur Erweiterung dieser Anlage installiert werden.

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