Mike Scheer kandidiert nicht mehr

Kritik an Eitelkeiten zum Thema Schwimmbad

Godshorn (gg). Vom Handlungsbedarf zur nahenden Schließung des Schwimmbads ist Ortsbürgermeister Willi Minne überzeugt, das ECHO berichtete in der Ausgabe vom 23. April (Seite 1). Dass Investoren derzeit für ein wie auch immer gestricktes Nachnutzungskonzept nicht gesucht werden, sprach er deutlich an. Nun erklärt Ratsherr Mike Scheer (S-VG): „Es ist schon bedenklich, dass brisante Themen und auch Entscheidungen zu brisanten Themen nicht diskutiert werden, weil der Wahlkampf vor der Tür steht. Nach der Wahl soll das anders sein? Die große Politik hat in den letzten Monaten auf vielen Ebenen schmerzlich erfahren müssen, was passiert, wenn man den Bürgerwillen mit Füßen tritt (Rechtsruck). Wir dürfen nicht so vermessen sein und glauben, dass so etwas in Langenhagen nicht passieren kann! Das Schwimmbad Godshorn ist Opfer eines Tummelplatzes für persönliche Eitelkeiten geworden. Damit dieses nicht auch für eine
Nachnutzung des Bades oder des Grundstücks nach dem Abriss weitergeht, müssten sich alle Parteien erst einmal wieder besinnen und sachorientierte Lösungen erarbeiten, die auch den Bürgerwillen mit einbezieht. Selbstverständlich ist die Politik dabei auch auf die Verwaltung angewiesen.“
Mike Scheer hofft, dass der Rat wieder zu dem findet, was ihn einmal ausgezeichnet hat und für ihn Motivation war, in diesem Gremium mitzuarbeiten: konstruktives Diskutieren, ohne Beschimpfungen und ohne Einprügeln auf die Verwaltung. Mike Scheer wird bei der Kommunalwahl am 11. Septemeber nicht mehr für einen Ratssitz kandidieren.