MILA setzt auf Nachhaltigkeit

Das gemeinsame Kochen ist eines der Bausteine des Projekts. (Foto: O. Krebs)

Kooperation mit dem Verein Migranten für Agenda 21 läuft an

Langenhagen (ok). Nachhaltigkeit soll zum Erfolg führen. Lebensmittel, Zutaten, Verträglichkeit und nicht zuletzt das gemeinsame Kochen soll die Menschen einander näher bringen. Gesetzt wird bei der Veranstaltung im MILA auf regionale und saisonale Küche und auch das Energiesparen spielt eine große Rolle. Denn: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen. Ein globales Thema, das mit viel Empathie verbunden ist und in kleinen Schritten zu Hause anfängt. Kooperiert wird mit dem Verein Migranten für Agenda 21 unter Federführung von Nadiya Dorokluova und Anton Raybesh. Mit einem ganzheitlichen Konzept soll der Entfremdung entgegen gewirkt, muttersprachliche Multiplikation forciert werden. Die sprachliche Komponente ist aber nur ein Baustein des Ganzen. Weitere Themen: Fahrrad, Beratung, Kinder, Haushaltsgeräte und Werkzeuge und auch Mülltrennung. Die Migranten sollen lernen, auf Vieles zu achten. Und der Schlüssel zur Integration soll in diesem Fall der Umweltschutz sein. Zum Hintergrund: Das Projekt unterstützt Geflüchtete in der Region Hannover, die Möglichkeiten des Klimaschutzes in Deutschland bestmöglich zu nutzen. Hierfür bieten muttersprachliche Multiplikatoren praxisnahe Haushaltsberatung zu Themen wie Heizen und Lüften, Stromverbrauch von Elektrogeräten und so weiter an. Die Wirkung der Beratung wird verstetigt, indem die Geflüchteten in Aktionsgruppen (zum Beispiel mobil mit dem Fahrrad) integriert werden, in denen sie weiter Fragen stellen und sich über Themen austauschen können sowie in ihrer Motivation des Klimaschutzes bestärkt werden.
 Der Verein Migranten für Agenda 21 widmet sich der Integration von  Migranten in die deutsche Gesellschaft und der Teilhabe an den gesamt-gesellschaftlichen Entwicklungsaufgaben  -dem Leitbild der Agenda 21, der Nachhaltigkeit.  Ursprung waren zwei Projekte zur Umweltkommunikation für Migranten des Agenda-Büros der Landeshauptstadt Hannover. Mehrere der teilnehmenden Menschen verschiedener Herkunft gründeten in der Folge den Verein, um in der eigenen Nachbarschaft für die Vision einer nachhaltigen Entwicklung zu werben und durch praktische Informationen Menschen zum Mitmachen zu motivieren. Ziele sind:
· verdeutlichen, wie sich traditionelle Erfahrung und Kulturgewohnheiten mit der aktuellen Lebenssituation vereinbaren lassen,
· neue Kenntnisse und Erfahrungen vermitteln, wie man Gesundheit schützen und den Haushalt umweltbewusst führen kann,
· Handlungsweisen aufzeigen, die trotz geringem Familienetat einen nachhaltigen Lebensstil ermöglichen,
· Kooperation im Stadtteil für Umweltschutz und soziale Entwicklung anregen.