Ministerpräsidenten besuchten MTU

Die Azubis Beatrice Melcher und Nils Van Marc zeigten den Ministerpräsidenten Horst Seehofer und David McAllister (von rechts) ihre Arbeit im Ausbildungsbetrieb am Triebwerk. Mitte von links: MTU Geschäftsführer Langenhagen Holger Sindermann und MTU Vorstandsvorsitzender Egon Behle. (Foto: G. Gosewisch)

McAllister betont Schulterschluss mit Seehofer

Godshorn (gg). Zu einem Werksbesuch traf sich Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in Langenhagen in den Werkshallen der MTU Maintenance. Es war ein Besuch, der zwei politische Zeichen setzen sollte: zum einen den Schulterschluss zur CSU mit einem Niedersachsen-Tag für Seehofer und zum anderen präsentierte McAllister Standortpolitik, in dem er den Förderbescheid der Investitions- und Förderbank Niedersachsen für ein MTU-eigenes Forschungsprojekt dem Vorstandsvorsitzenden der MTU Aero Engines mit Sitz in München Egon Behle und dem Geschäftsführer der MTU Maintenance in Langenhagen Holger Sindemann überreichte. Mit rund drei Millionen Euro verteilt auf die nächsten drei Jahre fördert das Land Niedersachsen die Entwicklung innovativer Reparaturtechnologien und -verfahren zur Verbesserung der Ökoeffizienz von Triebwerken, Kerosine- und Materialverbrauch sollen sich reduzieren. „Die MTU wird für die Forschung den Betrag mehr als verdoppeln“, erklärte Behle. Von der Forschungsförderung wird nicht nur die MTU profitieren, sondern auch „eine Vielzahl von kleineren und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen aus der Region, die als Partner in das Projekt eingebunden sind“, so McAllister. Auch die Arbeitsplatzsicherung betonte er: „Die MTU hat mit seinen rund 1.660 Mitarbeitern für den Standort Langenhagen, die Region Hannover und ganz Niedersachsen eine enorme Bedeutung. Dazu kommt die Vielzahl von weiteren Arbeitsplätzen aus dem Umfeld der Zulieferer.“ Die MTU unterhält Standorte weltweit, Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2011 haben 8.200 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Insgesamt 109 Auszubildende werden aktuell in den Bereichen Fluggerätemechanik, Industriemechanik und Lagerlogistik beschäftigt. Der Werksrundgang in Langenhagen brachte Einblicke in die Verfahrenstechnik und gab Gelegenheit zum Gespräch. Wie viele Flugstunden das Material hält, wollte der Bayrische Ministerpräsident wissen und ergänzt: „Ich frag ja nur so als Passagier.“ 50.000 Flugstunden je Schaufel, so die Auskunft im Gespräch. Etwa 400 Triebwerke pro Jahr werden in Langenhagen überarbeitet, darunter auch das weltgrößte Triebwerk GE 90 115 B mit einem Durchmesser von 3,24 Meter, das an der Boing 777-300 ER und -200 LR hängt. Anschaulich zeigten die Azubis Beatrice Melcher und Nils Van Marc ihre Arbeit im Ausbildungsbetrieb am Triebwerk, Camilla Manthe und Marcel Friehe überreichten aus Turbinenmaterial gefertigte Schaustücke als Geschenk.