Mirko Heuer spendierte fröhliches Bürgerfest

Mirko Heuer bei der Eröffnung des Bürgerfestes. Hinter ihm Musiker der polnischen Band Dixie Company. (Foto: K. Raap)

Auch ein Bombenfund konnte die gute Stimmung nicht trüben

Langenhagen (kr). Dieses Bürgerfest hatte es in sich: Der neue Verwaltungschef Mirko Heuer konnte sich bei seiner Fete am Abend des ersten Arbeitstages nicht so ausgiebig wie gewünscht um seine Gäste kümmern, denn ein Bombenfund und die damit ab 19 Uhr verbundene Evakuierungsmaßnahmen ließen ihn zu diversen Lagebesprechungen des Krisenstabs eilen. Glücklich zeigte sich Heuer, dass das Rathaus außerhalb des gesperrten Areals lag. Und er konnte sehr zufrieden sein mit der Resonanz, die sein öffentlicher Einstand im Rathaus und im Innenhof fand. Viele Langenhagener, die in der Wahlnacht dazu nicht die Gelegenheit gehabt hatten, nutzten jetzt die Gelegenheit, Mirko Heuer am ersten Arbeitstag als Bürgermeister die Hand zu drücken und ganz persönliche Glückwünsche zu übermitteln. Nicht nur CDU-Ratsherren und viele Mitarbeiter der Verwaltung wurden an diesem Abend gesichtet, sondern auch politische Gegner und ganz normal interessierte Bürger. Im Rathaus bot Mirko Heuer selbst Häppchen und Getränke an, im Innenhof führte die Mannschaft des Lokals Langenhagen Classic Regie, genau wie bei den beliebten Jazz-Frühschoppen. Und diesen Charakter hatte auch diese Fest, auf dem sich Mirko Heuer auf wenige Statements beschränkte, die allerdings enthusiastisch beklatscht wurden. Für ausgezeichnete Musik sorgte eine kleine Besetzung der Dixie Company aus Polen, die mit vielen bekannten Titeln Riesenbeifall erntete. Dass sich für diese Fete auch Bäckermeister Harald Luther wieder etwas einfallen ließ, kam keineswegs überraschend. So konnte der Bürgermeister eine Langenhagen-Torte anschneiden, die sein bekannter Walkampfslogan „Geht, wenn…“ zierte. Diese Formulierung trägt Mirko Heuer übrigens auch auf seinem Hemdkragen. Einen positiven Nebeneffekt des Blindgängerfundes registrierte der Bürgermeister, als er „sehr professionelle Mitarbeiter in Aktion“ beobachten konnte. Sehr früh waren die Festbesucher auch in der Lage, auf ausgelegten Plänen festzustellen, ob ihre Wohnungen im Evakuierungsbereich lagen, der mit einem Radius von rund einem Kilometer rund um die Fundstelle auf dem neuen Schwimmbadgelände gezogen war. Die betroffenen Langenhagener ließen sich ihre gute Laune nicht verderben, dazu war dieses Bürgerfest zu gut gelungen, finanziert von Mirko Heuer privat und einiger Sponsoren, die Stadtkasse blieb dafür unangetastet.
Nach dem Veranstaltungsende zog es allerdings nicht wenige in nahegelegene Gaststätten, denn die notwendige Sprengung der Bombe war erst für 23.30 Uhr angesagt.