Missachtet, gemobbt und verdrängt?

Anne Weyhing erhebt schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister

Langenhagen (ok). Missachtet und gemobbt, darüber hinaus von einer umtriebigen ehrgeizigen Elternvertreterin verdrängt fühlt sich Anne Weyhing, ehemals Kirchenbüchler. Und schwere Vorwürfe erhebt sie in einem Schreiben ans Frauenbündnis auch gegen ihren „einzigen Vorgesetzten“, Bürgermeister Mirko Heuer. Der ignoriere sie konsequent, habe ihr noch nicht einmal zur Geburt ihres Kindes gratuliert, an Entscheidungen rund ums Gleichstellungsbüro sei sie zu keiner Zeit beteiligt gewesen, obwohl das laut Niedersächsischer Kommunalverfassung Pflicht gewesen sei. Anne Weyhing, die zurzeit an einem Telearbeitsplatz tätig ist, holt zum Rundumschlag aus: Für Heuer gebe es offensichtlich drängendere Themen als Gleichstellung, Offensichtlich geschehe das aber alles mit Billigung des Rates, sie wundere sich nicht, wenn hinter den Kulissen ihre Abberufung eifrig vorangetrieben werde.
Bürgemeister Mirko Heuer widerspricht der Darstellung, dass Anne Weyhing nicht in die Planungen einbezogen worden sei. Er sieht aber auch keine Verpflichtung der Kommune nach Niedersächsischer Kommunalverfassung dazu. Anne Weyhing sei nach ihrer Rückkehr zunächst ein neuer Raum im Rathaus zugewiesen worden. Das hänge mit den fehlenden Räumen und dem organisatorischen Zusammenführen der neuen Abteilung 13 zusammen. Was die Telearbeit angeht, habe sie sogar eine Vorzugsbehandlung im positiven Sinne erhalten, eigentlich stehe dieses Privileg nur Beschäftigten mit mindestens 50 Prozent der Dienstzeit zu. Die passende Hardware für einen Telearbeitsplatz sei zwar noch nicht vorhanden, aber auch ohne Zugriff aufs Rathausnetz gebe es genügend Aufgaben, die erledigt werden könnten.Den Vorwurf, er habe nicht zur Geburt der Tochter gratuliert, weist Heuer übrigens zurück, das sei am 23. Oktober 2014 schriftlich geschehen. Für die Glückwünsche zu seiner Wahl als Bürgermeister – zu den Gratulanten gehörte nach eigener Darstellung auch Anne Weyhing – habe er sich pauschal bedankt. Mit welchen Konsequenzen muss Anne Weyhing nach dieser geharnischten E-Mail im großen Stil jetzt rechnen? Mirko Heuer antwortet ausweichend, dass im sehr an einer Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern zum Wohle der Stadt und der Bürger liegt. Konkrete arbeitsrechtliche Schritte benannte er nicht, schloss sie jedoch nicht aus.