Missgriff beim Mühlenfest

Ärger über Politik bei "FahrKulTour"

Langenhagen. Zum Ablauf der "FahrKulTour", eine Radroute mit kulinarischen Stationen, die seitens der Stadtverwaltung angeboten und von Ehrenamtlichen organisiert wird, meldet sich nun im Nachgang Hans-Jürgen Jagau zu Wort. Er ist verärgert über einen Infostand einer Partei bei der ersten Station der "FahrKulTour", dem Mühlenfest, von dem er erst im Nachgang erfahren hat. "Ich bin selbstverständlich davon ausgegangen, dass dies eine weltanschaulich und politisch neutrale Veranstaltung ist und sein sollte. Obgleich ich als liberal-konservativ orientierter Landwirt der betreffenden Partei durchaus nahe stehe, muss ich dies als groben Missgriff bezeichnen." Diese Bewertung werde noch dadurch verschärft, dass Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke im vergangenen Jahr wegen eines solchen Info-Standes bei den Organisatoren angefragt hatte, mit Verweis auf die politische Neutralität aber eine Absage erhalten hatte. Hans-Jürgen Jagau sagt: „So geht es nicht. Wenn die Veranstaltung für politische Werbung genutzt werden sollte, dann müsste gleiches Recht für alle gelten. Jede im Rat vertretene Partei oder Gruppierung müsste dann Info-Stände aufbauen dürfen. Der Charakter als fröhliches, politisch neutrales Fest für alle wäre dann aber dahin. Mein Hof stünde für derartiges nicht zur Verfügung.“ Hans-Jürgen Jagau hatte bei der diesjährigen "FahrKulTour" den Hof seines landwirtschaftlichen Betriebs zum Aufbau eine Station zur Verfügung gestellt. Er ist Stadtheimatpfleger und hat den Radlern während ihrer Rast Wissenswertes vermittelt. Zudem gab es auf dem Hof Jagau mehrere kulturelle Angebote, eine Rad-Präsentation der Pestalozzi-Schüler und eine Information der städtischen Umweltschutzbeauftragten.