Mit Beliebtheit hat das nichts zu tun

Die Stimmen der SPD reichten nicht aus, um ihren eigenen Antrag durchzubringen. (Foto: O. Krebs)

Gleichstellungsbeauftragte behält weiter ihr Büro im Eichenpark

Langenhagen (ok). Mit geballter Frauenpower bekam es Bürgermeister Mirko Heuer in der jüngsten Ratssitzung zu tun. Sowohl Elke Zach und Anja Sander (beide SPD) als auch Felicitas Weck (Linke) und Maren Rietschel (Grüne) versuchten dem Verwaltungschef klarzumachen, dass die Gleichstellungsbeauftragte ins Rathaus gehöre. Heuer hatte ihr ein Büro im Eichenpark zugewiesen. Elke Zach: "Die Gleichstellungsbeauftragte nimmt eine wichtige Funktion wahr, ist das Bindeglied zur Politik." Sie müsse in ihrer wichtigen Rolle für die Öffentlichkeit nicht nur für die Frauen und Männer in der Verwaltung, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein. Reinhard Grabowsky (CDU) sieht das Ganze etwas anders: Christina Mundlos, die selbst in der jüngsten Ratssitzung nicht anwesend war, nehme Aufgaben für die Gesamtheit wahr, wie viele andere Abteilungen auch. Nicht alles Abteilungen könnten im Rathaus untergebracht werden, das Team des Hochbaus sitze beispielsweise am Frankenring. Es sei das Direktionsrecht des Bürgermeisters, den Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze zuzuweisen. Von einer Diskriminerung könne nicht die Rede sein, der Eichenpark sei ja nicht weit weg. Aber eben nicht barrierefrei zu erreichen, räumte Elke Zach ein. Jens Mommsen merkte an, dass die Gleichstellungsbeauftragte am Anfang ihrer Dienstzeit ium Rathaus gesessen haben, später freiwillig ins Mehr-Generationen-Haus auf die andere Straßenseite gezogen sei. Dort sei es ihr aber zu laut gewesen. Maren Rietschel (Grüne) sagte in Richtung Mirko Heuer: "Der Bürgermeiter gliedert Institutionen, die ihm nicht so nahe stehen, gern mal aus." Davon könne keine Rede sein, sagt der Hauptverwaltungsbeamte. Es habe in der Vergangenheit in der Verwaltung diverse Verschiebungen gegeben; auch die Fraktionen hätten ihre Büros aufgeben müssen. Mit Beliebtheit habe das alles nichts zu tun. Die Mehrheit des Rates war der Meinung, dass die Gleichstellungsbeauftragte auch im Eichenpark residieren könne; der Antrag der SPD-Fraktio, sie ins Rathaus zurückzuholen, wurde mit 20 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung und 18 Ja-Stimmen abgelehnt.