Mit Beständigkeit das Glück bewahrt

Roswitha und Otto Frede (vorne) freuen sich über den Besuch der Tochter und des Schwiegersohns aus Chicago anlässlich der eisernen Hochzeit. (Foto: G. Gosewisch)

Otto und Roswitha Frede feierten eiserne Hochzeit

Godshorn (gg). Zwei kamen nach Godshorn und fanden ihr Glück. Dieser Satz könnte ein Buchtitel sein und die glückliche Ehe von Otto und Roswitha Frede beschreiben. Sie feierten nun ihre eiserne Hochzeit, können zufrieden auf 65 gemeinsame Ehejahre zurückblicken. Geheiratet haben sie im Jahr 1951, kennengelernt haben sie sich im Jahr 1949. Da kam Otto Frede aus der amerikanischen Gefangenschaft (Normandie, entlassen im Februar 1948 nach vier Jahren) nach Hause, für Roswitha Frede endete die Flucht aus Schlesien in Godshorn. Sie fand Arbeit bei der Bäckerei, er bestand die Aufnahmeprüfung für die Ausbildung bei der Polizei, verbrachte seine Dienstlaufbahn in der Polizeidirektion Hannover.
Beide hatten Mut, in die Zukunft zu blicken, nach den Kriegsjahren. So gab es Muße für Begegnungen in Godshorn, das zu der Zeit noch ein kleines Dorf war. Jeder kannte jeden, wenn Musik aufgespielt wurde, wurde auch getanzt. Vertrauen stellte sich ein. „Das hat sich bis heute bewahrt“, sagt das Paar nun. Mit Beständigkeit und vor allem, „ohne zu schnell aufzugeben“ meisterten sie ihren Lebensweg. Zwei Töchter waren ihr großes Glück, lebensfroh und unbeschwert wuchsen sie in Godshorn auf. „Wir waren überall bekannt – klar, wenn der Vater Polizist ist und die Mutter in dem einzigen Laden im Dorf arbeitet. Jeder wusste, was die Frede-Mädchen machen“, erinnert sich Tochter Marion. Sie lebt mit ihrer Familie in Chicago, ist selber seit 43 Jahren verheiratet, hat zwei Söhne, die nun 41 und 38 Jahre alt sind. Zur Familienfeier anlässlich der eisernen Hochzeit ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, dabei zu sein. Der 90. Geburtstag von Otto Frede wurde als Anlass kombiniert.