Mit dem Gurt Leben retten

Abschleppen bei der Gurtretterstaffel. (Foto: F. Berkemann)

20. Ostercup der DLRG Langenhagen in der "Wasserwelt"

Langenhagen. Premiere: Jetzt fand der allererste Wettkampf in der neuen Langenhagener Wasserwelt statt. Für den stellvertretenen Betriebsleiter André Di Terlizzi war der Wettkampf natürlich auch von einer leichten Aufregung geprägt. Aber am Ende stellte er erleichtert fest, dass die Vorplanungen und vorherigen Informationen der Badegäste zu einer gelungenen Veranstaltung geführt haben. Auch die 40 Helfer und Wettkampfrichter, und die Johanniter-Unfall-Hilfe haben diese Veranstaltung reibungslos ablaufen lassen. Dieser Meinung schlossen sich auch die Teilnehmer der 22 Ortsgruppen aus ganz Niedersachsen und die Veranstaltungsleitung der DLRG Langenhagen an.
Für die 67 Mannschaften, eine Mannschaft besteht aus vier bis fünf Teilnehmern, war es der letzte Test vor dem Landesvergleichswettkampf im Rettungsschwimmen in Nienburg in zwei Wochen. Die Mannschaften kamen unter anderem aus Coppenbrügge, Bergen, Helmstedt und auch aus Lüneburg. Als stärkste Ortsgruppe starteten sie mit acht Mannschaften.
Die Stimmung steigerte sich mit den Läufen, sodass es zum Ende hin eine teilweise ohrenbetäubende Geräuschkulisse durch die leidenschaftlichen Anfeuerungsrufe gab.
Der Wettkampf lief sehr fair ab. So wurde von Disqualifikationen abgesehen, und den Mannschaften bei Regelverstößen nur Punkte abgezogen. Bei einem Wasserrettungsvergleichswettkampf werden einige andere Disziplinen geschwommen, als bei herkömmlichen Schwimmwettkämpfen. So gab es eine Gurtretterstaffel. Die Rettungsschwimmer schwammen mit einem Schwimmkörper an einem Gurt, an dem sich dann ein „ermüdeter“ Kamerad festhalten musste. Des Weiteren wurde eine 75 Kilogramm schwere Rettungspuppe transportiert. In der Tauchschwimmstaffel, bei der mit Flossen so weit wie möglich getaucht werden musste und der Rest der Strecke schwimmend absolviert wurde, zeigte sich, dass der Wettkampf anstrengend war, denn einige der Schwimmer konnten nicht, wie es die Regeln vorschrieb, mit ihren Körpern die vorgeschriebene Strecke unter Wasser zurücklegen. Zum Schluss sollten dann noch bei der Hindernisstaffel 50 Zentimeter tiefe Hindernisse untertaucht werden.
Da viele der anwesenden Ortsgruppen im Sommer sich dem Wasserrettungsdienst verschrieben haben, wurden bei diesem Turnier auch die Leistungen zur Vorbereitung auf die anstehende Wachsaison getestet.
Die einzige Langenhagener Mannschaft, weiblich offene Altersklasse, belegte den fünften Platz in ihrer Altersklasse. Aber es war ja ein Freundschaftswettkamp, und der Spaß stand neben dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ im Vordergrund.
Die Siegerehrung wurde im Anschluss vor dem Eingang durchgeführt. Neben den üblichen Preisen wie Urkunden und Pokale erhielt auch jeder Schwimmer ein Überraschungsei.