Mit der Kutsche zur Elisabethkirche

Seit 60 jahren glücklich verheiratet: Ehepaar Gaspers.

Josef und Elsa Gaspers feiern diamantene Hochzeit

Langenhagen (gg). Sie lernten sich in der Nachkriegszeit kennen und halfen sich fortan gegenseitig, um durchs Leben zu kommen. Josef und Elsa Gaspers, beide 1928 geboren, haben bis 1945 als Jugendliche den Krieg erlebt, mussten sich nach Kriegsende „durchschlagen“. Josef Gaspers fing 1943 bei der Post als Jungbote an, Elsa Gaspers war Pflichtjahrmädel bei Bauer Parl in Langenhagen. „Kurz nach meinem 16. Geburtstag, im Januar 1945 wurde ich noch eingezogen, es ging nach Cottbus, wir waren dauernd im Kampfeinsatz“, berichtet Josef Gaspers. Nach einigen Wochen gab es eine Ablösung und eine Irrfahrt in den Kriegswirren nach Schleswig, Berlin, Neubrandenburg. „Nach einem Gewaltmarsch Richtung Elbe kamen wir dann in Gefangenschaft“, sagt er. Als Jugendliche im Juni nach Kriegsende entlassen, ging es mit dem Transport nach Hannover auf den Arminia-Sportplatz. „Da nichts fuhr liefen wir zu Fuß nach Langenhagen. Meine Eltern waren ausgebomt, so dass ich sie erst suchen musste. Dann trat ich meinen Dienst beim Postamt Langenhagen an“, erklärt er und weiter, „Meine Frau war inzwischen beim Bauern Parl auch ausgebomt und wohnte wieder bei ihren Eltern in Vahrenwald. Ich lernte sie durch gemeinsame Bekannte kennen. 1950 haben wir uns verlobt, 1952 in der Elisabethkirche in Langenhagen geheiratet. Wir sind mit der Kutsche von Vahrenwald nach Langenhagen gefahren. Es war ein heißer Tag. In der kühlen Kirche lief mir nur so der Schweiß.“
Da es keine Wohnungen gab, wohnten das Paar erst bei den Eltern. Zwei Töchter wurden geboren und 1961 konnte endlich eine größere Wohnung in Hannover bezogen werden, ein Sohn kam noch dazu. Seit 2007 wohnt das Paar wieder in Langenhagen und freut sich über drei erwachsene Enkelkinder.
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