Mit ethischen Fragen auseinandergesetzt

Mehr als 70 Mitarbeitende setzten sich im Langenhagener Anna-Schaumann-Stift an einem Fachtag mit ethischen Fragestellungen im Arbeitsfeld der Altenhilfe auseinander.

Fachtag Arbeitsfeld „Altenhilfe“tagte im Anna-Schaumann-Stift

Langenhagen. In der täglichen Arbeit setzen sich Mitarbeitende des Unternehmensbereiches Bethel im Norden immer wieder mit ethischen Fragen bei der Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen auseinander. Ob in der stationären, in der teilstationären oder der ambulanten Altenpflege, komplexe Krankheitsbilder führen dabei häufig zu sehr spezifischen Fragestellungen.
Pastorin Petra Pfaff, selbst Mitglied des Ethikkomitees im Unternehmensbereich Bethel im Norden, das als interdisziplinäres und unabhängiges Gremium fachkundig Ratsuchende berät, trifft in ihrem Arbeitsalltag immer wieder auf sehr komplexe Problemstellungen. „Diese führen bei allen Beteiligten, von den Angehörigen, über die Pflegkräfte bis hin zu den Ärzten immer wieder zu Unsicherheiten“, so Petra Pfaff. Häufig stehen auf der einen Seite die Selbstbestimmung sowie das Bedürfnis des Bewohners im Mittelpunkt. Andererseits sind aber auch bestimmte Pflegevorgaben sowie organisatorische, gesellschaftliche und juristische Rahmenbedingungen zu erfüllen.
Über einen Impulsvortag zur Arbeit des Ethikkomitees sowie zwei Vorträgen zur Ernährung am Lebensende und zur Kooperation in der palliativen Begleitung gab es am Vormittag des Fachtages ein umfangreiches Informationsangebot. Nach der Mittagspause wurden verschiedene Workshops angeboten, die bestimmte ethische Fragestellungen ganz gezielt vertieften. „Wir wollen mit diesem Fachtag besonders Mitarbeitende und natürlich auch die Angehörigen begleiten, entlasten und beratend zur Seite stehen, wenn unterschiedliche Meinungen in ethischen Fragen aufeinander treffen“, betonte dabei Altenhilfe-Bereichsleiterin Ulrike Fahlberg. Von daher freut sie sich nicht nur über die hohe Beteiligungsquote, sondern auch über die durchweg positiven Rückmeldungen am Ende der Veranstaltung.