Mit ganz viel Spielraum ausgerüstet

Das Team der Erzieherinnen der Krippe mit ihrer Chefin Karin Jäger in der Mitte. (Foto: D. Lange)

Montessori Krippe im Weiherfeld ist eröffnet

Kaltenweide (dl). Noch bestimmen die Handwerker weitgehend das Bild in und an dem einzigen Haus am Seestädter Platz im Weiherfeld, vis a vis der S-Bahn. Einige Baufahrzeuge stehen vor dem Haus und noch deutet nichts darauf hin, dass hier in wenigen Tagen eine Kinderkrippe ihren Betrieb aufnehmen wird. So ist drinnen auch noch nicht alles perfekt in den Räumen der neuen Einrichtung. „Wir hoffen natürlich, dass die Handwerker bis zum Tag der Eröffnung am 1. August fertig sein werden“, sorgt sich Karin Jäger, die künftige Leiterin der Einrichtung. Auf mehr als 250 Quadratmetern im Erdgeschoss werden später zwei Gruppen mit je 15 Kindern im Alter von ein bis drei Jahren Platz haben zum Toben, Spielen, Basteln und Schlafen. Der Träger sowohl der Montessori Krippe als auch der bereits bestehenden Montessori Kita in Kaltenweide ist jeweils das Unternehmen „Impuls Soziales Management“ als ein freier Träger der Jugendhilfe. „Am Anfang beginnen wir mit nur jeweils sechs Kindern in den Gruppen. Am 1. September kommen drei Kinder pro Gruppe dazu und zum 1. Oktober werden es dann in einer Gruppe 15 und in der anderen Gruppe zwölf Kinder sein. Die Kinder brauchen unbedingt diese Zeit der Eingewöhnung. „Gleich mit der vollen Besetzung zu starten, wäre eine zu große Belastung für sie. Deshalb werden sie zusammen mit einem Elternteil in der ersten Zeit auch nur etwa eineinhalb Stunden in der Einrichtung sein“, sagt Karin Jäger. „In dieser Zeit entwickeln sie in der Gruppe Vertrauen zu ihrer Umgebung und den Erzieherinnen, um ihre natürlichen Verlustängste abzubauen und um zu lernen, dass die Eltern wiederkommen.“ Kleinkinder bis zum Alter von drei Jahren brauchen, insbesondere im Pflegebereich erheblich mehr Zuwendung als ältere Kinder. Das ist bekannt. Die Stadt Langenhagen trägt daher diesem Umstand Rechnung und finanziert mittlerweile eine volle dritte Stelle in den Krippen. In der neuen Einrichtung werden die Kinder nicht nur ganz viel Spielraum haben, sondern auch ihre notwendigen Ruheplätze zum Schlafen finden. Für die beiden Gruppen sind außerdem zwei Waschräume vorhanden, von denen der größere zusätzlich mit einer großen, flachen Badewanne ausgestattet ist, die genug Platz für mehrere Kinder bietet. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass das vergnügte Planschen mit ganz viel Schaum drumherum zum Höhepunkt eines Tages werden könnte. Zur weiteren Ausstattung des Waschraums gehört selbstverständlich ein großer Wickeltisch, noch dazu mit einer eigenen Treppe, sodass die Kinder sogar selbst hinaufsteigen können. Für sie ist es eine wichtige Erfahrung in ihrer Entwicklung und für die Erzieherinnen eine Erleichterung, die Kinder nicht immer hoch heben zu müssen. Von ganz anderem Format sind wiederum die winzig kleinen Toilettenbecken, bei deren Anblick wohl jeder schon entzückt gerufen hat: „Die sind aber süß!“