Mit Keschern auf der Naturweide

Die Rudi Rotbein Gruppe traf sich zum Keschern in Krähenwinkel. (Foto: K. Woidtke)

Rudi Rotbein Gruppe erlebte Natur pur

Krähenwinkel. Nun traf sich die Rudi-Rotbein-Guppe des NABU-Langenhagen zum Keschern am Kleingewässer, das vor drei Jahren auf der Naturweide südlich des Stucken-Mühlen-Wegs angelegt wurde. Die kleinen Naturschützer waren mit Gummistiefeln und Regenhose bestens ausgestattet und begaben sich gut gelaunt mit Keschern, Töpfen und Bollerwagen auf den Weg. Auf der Naturweide wartete schon Ricky Stankewitz auf die Gruppe. Gemeinsam mit Christine Pracht und Silke Brodersen half er den Kindern bei der Bestimmung der Tiere und Pflanzen. "Das sind ja dicke Brummer!" hieß es begeistert nach dem Entdecken besonders großer Kaulquappen. Die älteren Kinder wussten bereits, dass sich aus diesen Kaulquappen Frösche entwickeln. In einem Topf zeigten die Kinder auf die Larve eines Kammolches und fragten neugierig: "Was sind denn das für Büschel am Kopf?" "Die Büschel sind Kiemen, mit denen der Molch unter Wasser atmet", beantwortete Silke Brodersen den kleinen Forschern ihre Frage und zeigte ihnen anschließend ein besonderes Tier, das am Laichkraut entdeckt worden war: Eine Raupe mit Raupenköcher des Laichkraut-Zünslers. Der Laichkraut-Zünsler ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich überwiegend unter Wasser entwickeln. Spannend fanden die Kinder auch die Stabwanze und Großlibellenlarve, die ausgiebig betrachtet wurden.
Als dunkle Wolken aufzogen, räumte die Gruppe ruckzuck Kescher und Behälter ein und machte sich wieder auf den Rückweg. Am zweiten Teich angekommen, hatten sich die Wolken bereits verzogen und es wurde ein kleiner Zwischenstopp gemacht, um auch hier zu keschern. Die ersten Kinder traten an dieser Stelle bereits müde von den vielen Eindrücken ihren Heimweg an, während die anderen eine Runde Gummistiefelfußball spielten oder mit dem Kescher auf Erkundungstour gingen. Auf einmal machte es Platsch und eines der Kinder lag im Wasser. Echte Forscher lassen sich aber auch davon nicht die Laune verderben und gewärmt von Silkes Brodersens Jacke war der erste Schreck schnell vergessen. Nach einem Nachmittag voller Natur zum Anfassen ging es für alle mit vielen, neuen Eindrücken wieder nach Hause.