Mit lockerer Atmosphäre zur Jobsuche

Sven Marcheel (von links), Stefanie Lepsy und Torsten Mante bilden das Team der Ansprechpartner im Jobbüro. (Foto: G. Gosewisch)

Eröffnung des Jobbüros in der Ostpassage

Langenhagen (gg). Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird das neue Jobbüro, das in der Ostpassage 11 (dritte Etage) zu finden ist, nun die Arbeit des Langenhagener Jobcenters flankieren. Dienstleister im Auftrag des Jobcenters ist das Berufsfortbildungswerk, das mit dem Konzept des Niederländers Dick Vink, Spezialist für Arbeitsvermittlung (dva.info), adaptiert und das Jobbüro betreibt.
Auf Empfehlung des Jobcenters kommen Arbeitssuchende in das Jobbüro. Moderiert von Trainern findet in kleinen Gruppen ein Erfahrungsaustausch statt, der für Motivation sorgen soll. Für Markus Bugs, Jobbcenter-Teamleiter, bestätigt sich schon nach den ersten Tagen nach der Öffnung des Jobbüros das Konzept: „Schon zwei Arbeitsaufnahmen sind zu verzeichnen. Die Dynamik in der Gruppe, einer hilft dem anderen und gibt Tipps, wo und wie sich eine Bewerbung lohnt – das ist der richtige Weg“, meint er. „Wir wollen die Kraft der Leute nutzen, nicht nur die Probleme sehen, ergänzt Dick Vink. Das Konzept läuft in der Landeshauptstadt Hannover bereits schon länger und mit Erfolg unter dem Motto "Ihr Job ist es, einen Job zu finden!" Die Trainer im Langenhagener Jobbüro sind Sven Marceel und Torsten Mante. Sie bestätigen die positive Start-Bilanz und betonten, dass insbesondere die lockere Atmosphäre zum Gelingen des Konzepts beiträgt. Weniger Druck nehme eine Last und negative Stimmung von den Arbeitssuchenden, die schließlich nur mit positivem Engagement eine Chance auf eine Jobzusage haben. Torsten Mante erklärt: „Es geht um das Ausbrechen aus der Aussichtslosigkeit beim Bezug von Arbeitslosengeld II. In der Gruppe sprechen die Teilnehmer aus, welche Idee sie von ihrem Leben haben. Das ist der erste richtige Schritt.“ Maximal zwölf Wochen können Arbeitssuchende im Jobbüro Unterstützung bekommen. Sven Marcheel ergänzt: „Wer abbricht, hat einen Grund. Das muss individuell gesehen werden.“