Mit Orientierung auf der Suche

Außerschulischer Unterricht am praktischen Beispiel. Mitarbeiter der Spedition Dachser stellen den Neuntklässlern den Beruf des Kraftfahrers vor; Klassenlehrerin Christina Herbers (rechts). (Foto: D. Lange)

Berufsinformationswoche in der Brinker Schule

Langenhagen (dl). Eine Woche lang unternahm die Brinker Schule gemeinsam mit der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer (IHK), zwei Berufsschulen, der AOK und einer Schuldnerberatungsstelle große Anstrengungen, um die Schüler der neunten Klassen bei ihrer zukünftigen Berufsorientierung bestmöglich zu unterstützen. Gerade Hauptschüler haben es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht, obwohl - und das ist die gute Nachricht – die Zeugnisnoten allein sind nicht alles. Was zählt, ist vor allem der Gesamteindruck des Bewerbers. Auch hier lassen sich viele Pluspunkte machen. Für die Brinker Schule ist die Berufsinfowoche, die schon seit einigen Jahren durchgeführt wird, deshalb ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Schüler zum richtigen Ausbildungsplatz. Die Unternehmen und Berufsschulen stellten ihnen anlässlich dieser Woche ihre Ausbildungsangebote vor und trainierten mit ihnen Einstellungstests und Vorstellungsgespräche sowie die Anfertigung und Präsentation ihrer Bewerbungsunterlagen. Auszubildende aus Handwerksberufen und die Ausbildungsbotschafter der IHK, junge Azubis aus unterschiedlichen Betrieben, gingen in die Klassen, um den Schülern ihre eigenen, jeweiligen Ausbildungen vorzustellen. Die Auszubildenden sind ja nur wenig älter als die Schüler. Sie sprechen dieselbe Sprache wie sie und können von den Erfahrungen berichten, bei ihrer eigenen Berufsorientierung und an ihrem Arbeitsplatz. Sie sind noch dazu aufgrund ihres Alters sehr gut in der Lage, sich in die mitunter komplizierte Gefühlswelt eines 15-jährigen Schülers hineinzudenken auf dessen Weg zur Selbstfindung. Die drei Ausbildungsbotschafter Nele Stünkel, ehemalige Schülerin der Brinker Schule und jetzt Auszubildende bei der MTU, Carolin Jendrossek,
Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau und Constantin Weiß, Auszubildender zur Fachkraft für Lagerlogistik, halten die Berufsinfowoche für eine gute Einrichtung. Constantin Weiß sagte: „Das hätte ich mir zu meiner Zeit auch gewünscht.“ Die Schüler seien insgesamt aufgeschlossen gewesen und hätten mit Interesse zugehört. Nele Stünkel freut sich, dass sie ihnen ein wenig helfen und mit dazu beitragen kann, den passenden Beruf zu finden. Die drei jungen Botschafter sind sich darin einig, dass dieser Tag auch für sie selbst etwas gebracht hat. „Wir haben auch was gelernt und von den Erfahrungen profitiert.“