Mit persönlichem Einsatz zum Erfolg

Markus Bugs (von links) berät im Jobcenter Armend Muja und Arben Jashari. Frank Arnold, Ansprechpartner im Jobcenter, unterstützt ihn bei der Organisation des Job-Speed-Datings. (Foto: G. Gosewisch)

Jobcenter startet Initiative für Arbeitssuchende

Langenhagen (gg). Das Jobcenter begleitet am Standort Langenhagen etwa 250 Arbeitslose ohne Berufsabschluss. Dieser Gruppe wird nun das Helferprojekt angeboten – eine Initiative des Langenhagener Jobcenter-Teams auf Basis eines Ansatzes, den die Agentur für Arbeit Hannover aufgegeben hat. Durch gezielte Ansprache sollen die Arbeitssuchenden direkt mit den Arbeitgebern zusammengebracht werden. Zum Projekt-Auftakt gab es nun ein Speed-Dating. In den Räumen des Jobcenters am Straßburger Platz nahmen nicht die Jobcenter-Mitarbeiter, sondern Arbeitgeber Platz.
Markus Bugs, Jobbcenter-Teamleiter, erklärt: „Wir hatten Vertreter von fünf Zeitarbeitsfirmen vor Ort und 62 Arbeitslose, die je zu einer halben Stunde in das direkte Bewerbungsgespräch gegangen sind.“ Zu erwarten ist, dass von 62 Arbeitslosen rund ein Drittel einen Platz bekommen. Markus Bugs wertet das als Erfolg, denn bisher stand eine große Diskrepanz im Vordergrund. „Die Arbeitgeber haben uns gemeldet, dass zu wenige Bewerber verlässlich antreten und die Arbeitssuchenden haben uns gemeldet, dass sie ständig Absagen bekommen“, sagt er. Weitere Speed-Datings sollen folgen, aber das Jobcenter hat noch weitere Maßnahmen geplant. So werden in den nächsten Tagen Jobcenter-Mitarbeiter die Arbeitssuchenden zu Bewerbungsgesprächen in den Firmen begleiten. „Das ist einerseits eine Hilfe, um pünktlich anzukommen. Aber es geht auch darum, den Arbeitgebern aufzuzeigen, welche Unterstützung noch möglich ist. Viele wissen nicht, dass seitens der Arbeitsagentur beispielsweise Führerscheine gefördert werden. Da gibt es viele Möglichkeiten, um ein Angestelltenverhältnis passend zu machen.“ Überhaupt sei es wichtig, im persönlichen Kontakt offene Stellen zuzuordnen. „Es gibt freie Stellen für Helfer, aber in ganz kleinen Firmen mögen die Arbeitgeber gar kein Stellenprofil aufstellen, weil die Arbeit zu vielfältig ist oder ihnen das zu aufwendig ist. Wenn wir von den Arbeitsbereichen wissen, können wir individuell passend vermitteln.“
Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird das Jobbüro, das in der Ostpassage zu finden ist, die Arbeit des Jobcenters flankieren. Die Einrichtung des Berufsfortbildungswerks wird vom Jobcenter gefördert. Arbeitssuchenden wird der Besuch des Jobbüros empfohlen, wo in Teams unter Anleitung eines Trainers der Weg in die Erwerbstätigkeit erleichtert werden soll. So gibt es dort beispielsweise vor Ort Materialien zur Erstellung der Bewerbungsmappe. Ein Erfahrungsaustausch findet in den Gruppen statt und soll der Motivation einen Schub geben.