Mit Stoßbesen und Fallgranate

Schornsteinbrände haben in den vergangenen Jahren zugenommen; die Feuerwehr übt daher den Ernstfall. (Foto: Foto: Feuerwehr Langenhagen)

Feuerwehr Langenhagen übt Verhalten bei Schornsteinbränden

Langenhagen. Die Feuerwehr Langenhagen hat jetzt das richtige Verhalten bei Schornsteinbränden geübt.
Sigmund Gonsior, Schornsteinfegermeister und stellvertrtetender Stadtbrandmeister, zeigte den Feuerwehrleuten den richtigen Umgang mit dem Kettenkehrgerät, Stoßbesen und der Fallgranate.
Zum Einsatz kam ein spezielles Kettenkehrgerät, an dessen Ende eine fünf Kilogramm schwere sogenannte Fallgranate befestigt war. Mit Kettenkehrgerät und Fallkugel oder Fallgranate werden Verstopfungen beseitigt, der brennende Ruß an der Kaminwand abgekehrt, der dann an der Reinigungsklappe des Kamins entnommen wird.
Ein Schornsteinbrand entsteht, wenn - durch unvollständige Verbrennung - abgelagerter Ruß den Schornstein verstopft und entzündet. Es entstehen schnell Temperaturen von 1000 Grad Celsius. Dieser Brand darf auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, da sich im Inneren sofort Wasserdampf bildet.
Das Wasser verdampft hierbei schlagartig im Verhältnis 1:1700, d.h. aus nur einem Liter Wasser entstehen 1.700 Liter Wasserdampf, die sich explosionsartig ausdehnen. Eine Beschädigung des Schornsteins ist hierbei vorprogrammiert, sogar ein Explodieren des Schornsteins ist möglich.
In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der Schornsteinbrände zugenommen, da man der falschen Meinung ist, wenig zu heizen und deshalb wenig kehren lassen zu müssen.
Auch führt der Einsatz von ungeeigneten Brennstoffen in kurzer Zeit enorme Mengen Ruß in der Feuerungsanlage absetzen.